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Um welche Differenz handelt es sich beim Abgeld von Wertpapieren?   

Abgeld

Das Abgeld, das häufig auch Disagio oder Damnum bezeichnet wird, ist der Preisabschlag, der bei Wertpapieren, Krediten oder Devisen angewendet wird. Bei Neuemissionen ist das Abgeld der Betrag, bei dem der Ausgabepreis unter dem entsprechenden Normpreis (meist dem Nennwert) liegt. Das Abgeld wird dabei entweder in Prozent oder in Euro angegeben. Die Höhe dieser Differenz errechnet sich aus dem Unterschied zwischen dem Nennwert eines Wertpapiers und seinem niedrigeren Kurs. Beim Optionsscheinhandel steht das Abgeld für den in Prozent genannten Betrag, um welchen der Bezug der Aktie über den gekauften Optionsschein billiger ist, als wenn man die Aktie ohne Optionsschein erwirbt. In Deutschland ist die Ausgabe von Aktien mit Abgeld nicht zulässig, nur bei festverzinslichen Wertpapieren. Spricht man von Abgeld eines Kredites, so bezeichnet dieses die Differenz aus dem Nennwert des Kredites und denjenigen Betrag, der tatsächlich an den Kreditnehmer ausgezahlt wird. Beispiel: Bei einem Kredit mit einem Nennbetrag von 200 000 € und einem Abschlag von 5 % werden 190 000 € direkt an den Kreditnehmer ausgezahlt. Er muss jedoch 200 000 € bis Laufzeitende tilgen. Das Gegenstück zum Abgeld ist das Aufgeld oder auch Agio genannt.