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Was ist der maximal mögliche Verlust eines Aktionärs?   

Aktionär

Unter einem Aktionär versteht man den Inhaber einer Aktie. Die Aktie repräsentiert einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft oder einer Kommanditgesellschaft auf Aktien. Mit dem Kauf erwirbt der Aktionär Rechte, die im Aktiengesetz festgelegt sind oder durch die Gesellschaft garantiert werden. Der Aktionär besitzt einen Anspruch auf Ausschüttung des Residualgewinns (§ 58 Abs. 4 AktG), was der Gewinn ist, der nach Abzug der Schulden und Einlagerung in die Rücklagen übrig bleibt. Die Ausschüttung des Gewinns erfolgt in Form von Dividenden, deren Auszahlung üblicherweise jährlich erfolgt. Außerdem besitzen der Aktionär ein Teilnahmerecht (§ 118 AktG), Stimmrecht (§§ 133 ff. AktG), Rederecht und Anfechtungsrecht der Beschlüsse auf der Hauptversammlung, ein Bezugsrecht bei Ausgabe junger Aktien (§ 186 AktG), ein Auskunftsrecht durch den Vorstand (§ 131 AktG) und ein Recht auf einen Anteil des Liquidationserlöses. Pflichten der Aktionäre sind den Preis der Aktie zu bezahlen und die Treuepflicht. Unter der Treuepflicht versteht man, dass der Aktionär mit Rücksichtnahme und Loyalität gegenüber dem Unternehmen und anderen Aktionären handeln soll. Bei schlechter wirtschaftlicher Lage oder gar der Liquidation des Unternehmens trägt der Aktionär das Risiko lediglich bis zur Höhe des Kaufpreises, für den er die Aktie erworben hat.