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Warum wird bei einem Future-Kontrakt eine offene Position mit einem Gegengeschäft geschlossen?   

Gegengeschäft

Mit einem Gegengeschäft kann eine Position auf den Terminmärkten glatt gestellt werden. Dazu nimmt der Investor vor dem Ende der Laufzeit einer Terminvereinbarung die Gegenposition zu seiner davor eingegangenen ein. Beispiel: Ein Anleger kaufte an der CBOT einen 3-Monats-Futurekontrakt für Mais, welches ihm zum Bezug von 5.000 Bushel (= 127 t) in 3 Monaten berechtigt. Dafür bezahlt er 20.000 US-$, da das Getreide zu diesem Zeitpunkt 400 Cent je Bushel kostete. Er tätigte dieses Geschäft aber nicht, um den Mais tatsächlich zu beziehen, sondern um von steigenden Maispreisen zu profitieren. Zwei Wochen vor dem Laufzeitende des Futures notiert der Preis bei 410 Cent je Bushel. Der Anleger entschließt sich nun zu einem Gegengeschäft. Dafür verkauft er einen Kontrakt zu 410 Cent je Bushel. Durch den gesteigerten Wert erhält er dafür 20.500 US-$. Da Geschäfte an den Futurebörsen nicht direkt mit anderen Marktteilnehmern, sondern mit der Clearingstelle abgeschlossen werden, heben sich beide Geschäfte gegenseitig auf. Er muss weder 127 Tonnen Mais abnehmen, noch annehmen. Durch das Gegengeschäft wurde seine Position glattgestellt. Analog funktioniert das Gegengeschäft auch, wenn zunächst eine Position auf Termin verkauft wurde, um sie anschließend zu kaufen. Ist die auf Termin verkaufte Position nicht im Besitz des Verkäufers, wird oftmals von einem Leerverkauf gesprochen. Auf den Terminmärkten kommt es nur selten zur tatsächlichen Auslieferung und Abnahme, vielmehr werden die offenen Positionen vorher glatt gestellt. Das Gegengeschäft ist demnach ein üblicher Vorgang an den Terminbörsen.