CLEVER HANDELN
Richten Sie Börsennews.de als Startseite ein
Hier klicken

Wer ist verpflichtet eine Gewinn- und Verlustrechnung zu machen?   

Gewinn und Verlust Rechnung (GUV)

Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ermittelt den Erfolg (Jahresüberschuss) durch Saldierung aller Erträge und Aufwendungen der Abrechnungsperiode, sie ist Bestandteil des Jahresabschlusses. Alle publizitätspflichtigen Gesellschaften müssen zusammen mit der Bilanz und dem Anhang eine Gewinn- und Verlustrechnung veröffentlichen, in der die Aufwendungen und Erträge aufgegliedert und der Gewinn bzw. der Verlust ausgewiesen werden. Publizitätspflichtig sind im Normalfall Kapitalgesellschaften, zum Beispiel GmbHs und AGs, aber auch bestimmte Gesellschaften mit anderer Rechtsform, abhängig von einer bestimmten Größenordnung. Zur Ermittlung des Jahresüberschusses oder des Jahresfehlbetrags wird ein vom HGB vorgeschriebenes Berechnungsschema für die Gewinn- und Verlustrechnung verwendet. Die GuV kann nach dem Gesamtkostenverfahren oder dem Umsatzkostenverfahren erstellt werden. Beide Verfahren führen zum selben Ergebnis. Die aktivierten Eigenleistungen und die Bestandserhöhungen der Periode werden beim Umsatzkostenverfahren jedoch nicht ausgewiesen. Der Aufbau der Gewinn- und Verlustrechnung kann in Konten- oder in Staffelform erfolgen. Die Kontenform zeigt das Ergebnis als Saldo auf der entsprechenden Kontoseite. Das heißt als Sollsaldo bei Gewinn und als Habensaldo bei Verlust. Wird die Staffelform verwendet, sind die einzelnen Positionen untereinander angeordnet und man gelangt über eine Fortschreibung beziehungsweise Fortrechnung in mehreren Zwischenschritten zum Periodenergebnis. Die einmal gewählte Form muss in der Regel beibehalten werden, Abweichungen sind im Anhang zu begründen. Die Staffelform ist in § 275 HGB nur für Kapitalgesellschaften vorgeschrieben.