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Heimtierprodukte online
Die zooplus AG ist mit ihrer Plattform zooplus.de nach eigener Einschätzung ein führender Online-Händler für Heimtierprodukte. Das Sortiment umfasst über 8.000 verschiedene Produkte; dazu zählen Tierfutter, Zubehör wie Kratzbäume für Katzen, Käfige und Hundekörbe in den unterschiedlichsten Preiskategorien. Der Anteil der Fremdmarkenprodukte liegt bei rund 80%. Eigenmarken wie Rocco werden von der Tochter MATINA GmbH vertrieben und von asiatischen Herstellern produziert. Seit Mitte 2006 werden zusätzlich Produkte der mittleren Preiskategorie in Deutschland über die Seite bitiba.de vertrieben. Ausgehend vom Online-Handel mit Produkten für Haustiere deckt die Gesellschaft in geringem Maß über Katalog auch den klassischen Versandhandel ab. Neben den Online-Verkäufen auf den eigenen Homepages erzielt zooplus auch auf den Seiten von Ebay Umsätze. Hinzu kommen Einnahmen aus dem Verkauf von Werbung auf ihren eigenen Seiten.
Deutschland ist mit einem Umsatzanteil von 47% der wichtigste Markt für das Unternehmen. Allerdings gewinnt das europäische Ausland an Gewicht. Neben dem Heimatmarkt Deutschland ist zooplus auch in anderen europäischen Ländern engagiert. So expandierte das Unternehmen 2000 auf den österreichischen Markt und weitete seinen Aktionsradius 2005 und 2006 auf Großbritannien (zooplus.co.uk) und Frankreich (zooplus.fr) aus. 2007 wurden landespezifische Homepages in den Niederlanden, Belgien, Italien, Irland und Polen eröffnet; 2008 kam Spanien hinzu. Die Märkte Slowenien, Finnland, Schweden, Luxemburg, Dänemark und die Tschechische Republik werden zusätzlich meist über die englische Site zooplus.com bedient. Mittlerweile betreibt zooplus über 14 landesspezifische Webshops in 20 europäischen Ländern ein internetbasiertes Business-to-Consumer-/Endkundengeschäft. In Europa sieht sich zooplus als Marktführer. Der Konzern profitiert dabei vor allem von der Migration der Nachfrage weg von klassischen Absatzkanälen im stationären Handel hin zum Onlinehandel.
Ergebnis notiert wieder in roten Zahlen
Das Geschäftsjahr 2011 war für zooplus ein schwieriges Jahr. Die Umsatzerlöse stiegen zwar um 37,7% auf 244,8 (i.V. 177,8) Mill. Euro, wohingegen die sonstigen Erträge auf 12,26 (15,77) Mill. Euro nachgaben. Die Gesamtleistung kam dennoch um 32,8% auf 257,1 (193,6) Mill. Euro voran. Aufgrund des erhöhten Umsatzes stieg auch der Materialaufwand auf 157,1 (109,5) Mill. Euro und die Leistungen an Arbeitnehmer erhöhten sich auf 12,26 (9,26) Mill. Euro sowie die Abschreibungen auf 0,77 (0,59) Mill. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach nach einem guten Ergebnis im Vorjahr auf minus 7,60 (plus 3,30) Mill. Euro ein. Belastet hatte vor allem die Eröffnung einer neuen Zentrallogistik für Deutschland und angrenzende Länder. Zudem fielen einmalige Transport- und Zwischenlagerungskosten an. Das Zinsergebnis drehte mit plus 0,91 (minus 0,22) Mill. Euro in die Gewinnzone, dennoch lag das Ergebnis vor Steuern mit minus 8,47 (plus 3,08) Mill. Euro in der Verlustzone. Trotz eines Steuerertrags in Höhe von 2,49 (Aufwand 1,11) Mill. Euro gelang es zooplus nicht, unter dem Strich an das gute Konzernergebnis des Vorjahres anzuknüpfen. Das Ergebnis fiel mit minus 5,99 (plus 1,97) Mill. Euro deutlich in die roten Zahlen. Auf eine Dividende mussten die Aktionäre abermals verzichten.
Das Grundkapital der Gesellschaft wurde 2011 unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals von 2,59 Mill Euro um nominell 0,22 Mill. Euro auf zunächst 2,81 Mill. Euro erhöht. In weiteren Schritten, unter anderem einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, wuchs das gezeichnete Kapital zum Jahresende 2011 auf 5,63 Mill. Euro.
Zooplus setzt weiter auf Wachstum
Das Management ist davon überzeugt, dass die wachstumsorientierte Strategie den Unternehmenswert auch im Jahr 2012 nachhaltig steigern wird. Daher wird die Konzernführung auch im laufenden Jahr das Wachstum vor eine Ergebnismaximierung stellen. Vor diesem Hintergrund soll 2012 das absolute Wachstum nochmals anziehen und die Gesamtleistung auf 257 bis 320 Mill. Euro anheben. Die Logistikkosten sollen in Relation zum Umsatz dank Effizienzsteigerungen und Skalierungseffekten rückläufig sein. Das operative Ergebnis (EBITDA) soll insgesamt positiv sein. Im Visier steht der Ausbau der Kundenbasis in allen wichtigen europäischen Märkten wie auch die Erschließung weiterer Märkte vor allem in Osteuropa und Skandinavien. Dabei soll sich vor allem der Umsatz pro Kunde weiter erhöhen. 2012 soll die Gesamtleistung auf mindestens 400 Mill. Euro anziehen und auf Jahressicht ebenfalls ein positives operatives Ergebnis erzielt werden. Bis 2014 soll ein Gesamtleistungsniveau (Run Rate) von mindestens 500 Mill. Euro erreicht werden. Dabei will zooplus mindestens fünf Mal größer sein als jeder andere Wettbewerber innerhalb des Online-Segments. Auf Augenhöhe mit den beiden stationären Hauptwettbewerbern will das Unternehmen einer der drei großen Anbieter im Fachhandelsegment sein.
Bereits seit 1999 online
Seit 1999 agiert die Gesellschaft als Online-Händler für Heimtierprodukte in Deutschland. Im Mai 2008 beschloss die Gesellschaft die Notierungsaufnahme an der Börse. Das Grundkapital bestand zu diesem Zeitpunkt in Höhe von 2.386.150 Euro. Im Zuge der Notierungsaufnahme im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse am 9. Mai 2008 wurden sämtliche 2.386.150 Aktien öffentlich angeboten. Der erste Preis wurde am 9. Mai 2008 mit 26,00 Euro festgestellt. Der Bruttoemissionserlös lag damit bei 62,04 Mill. Euro. Am 22. Oktober 2009 schaffte der Konzern ganz dem eigenen Ziel entsprechend, den Sprung in den Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Hierfür veröffentlichte die Gesellschaft einen Börsenprospekt. Im Zuge des Segmentswechsels wurden die 2,42 Mill. bereits bestehenden Stücke der Gesellschaft (Eigenkapital) wie auch 185.440 Stücke aus dem genehmigten Kapital angeboten. Ab dem 22. Oktober 2009 notierten die Aktien im Prime Standard. Über die Fast-Entry-Regel gelang dem Unternehmen am 27. Juni 2011 der Sprung in den SDax.
| Name | Position |
|---|---|
| Dr. Cornelius Patt | Vorstandsvorsitzender |
| Andrea Skersies | Vorstandsmitglied |
| Florian Seubert | Vorstandsmitglied |
| Name | Position |
|---|---|
| Michael Rohowski | Aufsichtsratsvorsitzender |
| Dr. Norbert Stoeck | Aufsichtsratsmitglied |
| Dr. Rolf-Christian Wentz | Aufsichtsratsmitglied |
| Frank Seehaus | Aufsichtsratsmitglied |
| Stefan Winners | Aufsichtsratsmitglied |
| Dr. Jörg Lübcke | Aufsichtsratsmitglied |