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'Die Schwäche der Deutsche-Bank-Aktien zieht den Dax nach unten', sagte Händler Udo Becker vom Bankhaus Merck Finck mit Verweis auf die Berichte über eine anstehende Kapitalerhöhung. Der MDax wiederum stünde besser da, da die Kursentwicklung bei der Postbank den Index etwas stütze. Insgesamt schätze er die Lage am Aktienmarkt aber weiter positiv ein. Einige Investoren liefen weiterhin dem Markt hinterher, was für die Kurse hilfreich sein dürfte. Zudem gehe der Markt allmählich auf das traditionell gute Jahresende zu.
Aktien der Deutschen Bank (DEUTSCHE BANK Aktie) rutschten am Ende des Dax um 4,41 Prozent auf 47,805 Euro ab. Medien hatten berichtet, die Bank wolle bereits Anfang kommender Woche eine Kapitalerhöhung um acht bis neun Milliarden Euro bekanntgeben. Am Markt wird als Grund neben einem erhöhten Eigenkapitalbedarf wegen der sich anbahnenden 'Basel III'-Regeln auf eine Übernahme der restlichen Anteile der Postbank (POSTBANK Aktie) spekuliert, was deren Papiere um 5,39 Prozent in die Höhe schnellen ließ. Damit waren sie der beste MDax-Wert. Im Sog der schwächelnden Aktien der Deutschen Bank fielen auch die Papiere der Commerzbank (COMMERZBANK Aktie) um 1,94 Prozent.
Autowerte waren im Dax hingegen die größten Gewinner. Ein Analyst verwies darauf, dass den Autobauern ein gelungener Start in das zweite Halbjahr geglückt sei. Dies deute sich mit den jüngsten August-Absatzzahlen aus dem Sektor an, die am Freitag von VW ergänzt worden waren. 'Einige haben möglicherweise schon damit gerechnet, dass das zweite Halbjahr eher schwächer werden wird', sagte der Experte. BMW (BMW Aktie) kletterten an der Dax-Spitze um 2,44 Prozent auf 46,51 Euro. Volkswagen (VOLKSWAGEN Aktie) (VW Aktie) gewannen 2,25 Prozent und Daimler (DAIMLER Aktie) legten 1,83 Prozent zu.
Nach einem negativen Analystenkommentar gaben die Aktien von Beiersdorf (BEIERSDORF Aktie) und Henkel (HENKEL Aktie) um 1,65 und 0,64 Prozent nach. JPMorgan hatte die beiden Titel in einer Sektorstudie von 'Neutral' auf 'Underweight' abgestuft. Die Wachstumsaussichten für Konsumgüterhersteller verschlechterten sich insbesondere wegen der schwächeren Nachfrage aus den etablierten Märkten und wegen steigender Herstellungskosten, schrieb Analystin Celine Pannuti.
Auch bei Versorgern machten sich Analystenkommentare bemerkbar. RWE (RWE Aktie) fielen um 1,11 Prozent, nachdem Barclays Capital die Aktien mit 'Underweight' aufgenommen hatte. Die Experten sehen die Aktien am stärksten unter künftig fallenden Strompreisen leiden. Bei Eon (EON Aktie) hingegen begrenzten die Aktivitäten des Konzerns außerhalb Deutschlands die Risiken, weshalb die Aktien mit 'Overweight' gestartet worden waren. Eon-Papiere gaben auf Augenhöhe mit dem Gesamtmarkt um 0,17 Prozent nach. Auch das japanische Analysehaus Nomura sah bei den Aktien von Eon etwas größeres Aufwärtspotenzial als bei den Titeln von RWE./tih/chs
--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---
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