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Aktien Frankfurt: Verluste wegen Hurrikan-Sorgen - US-Börsen geschlossen

11:58 Uhr 29.10.2012
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den Verlusten in der Vorwoche hat der deutsche Aktienmarkt auch am Montag weiter schwach tendiert. Am Markt wurde als größter Unsicherheitsfaktor auf den Hurrikan in den USA verwiesen. Der Dax     gab zur Mittagszeit um 0,68 Prozent auf 7.182,43 Punkte nach. Schon im Laufe der vergangenen Woche hatte der Leitindex rund zwei Prozent verloren. Der MDax     sank um 0,53 Prozent auf 11.352,60 Punkte. Der TecDax     verlor 0,65 Prozent auf 795,96 Punkte.

Laut Händlerin Anita Paluch von Gekko Global Markets haben die Sorgen vor den Auswirkungen des Hurrikans 'Sandy' für Verkaufsdruck gesorgt, bevor im Laufe der Woche wichtige Nachrichten erwartet werden. Die dicht besiedelte Ostküste der USA bereitet sich auf ein Jahrhundertunwetter vor und in New York bleiben die Börsen deshalb zum Wochenauftakt geschlossen. Auf politischer Seite verwies Paluch darauf, dass der Wahlkampf in den USA nun in die Zielgerade gehe. Hinsichtlich der Konjunktur warteten Anleger auf wichtige Daten zur wirtschaftlichen Stimmung in China und Europa, fügte sie hinzu. Zudem stehe am Freitag der letzte Arbeitsmarktbericht vor den US-Wahlen im Fokus.

VERSICHERER UND LINDE-ZAHLEN IM BLICK

Laut Händlern litten Aktien aus dem Versicherungssektor unter dem befürchteten Unwetter in den USA. Hurrikan 'Sandy' soll Meteorologen zufolge am Montagabend (Ortszeit) irgendwo zwischen Washington und Boston auf Land treffen und könnte mit seinen möglichen Schäden zur Belastung für die Versicherer werden. Insbesondere die Aktien der beiden Rückversicherer Munich Re ( MÜNCHENER RÜCK Aktie) und Hannover Rück ( HANNOVER RÜCK Aktie) kamen mit Einbußen von 1,93 und 2,69 Prozent unter Druck.

In Deutschland setzte sich die Berichtssaison zum Wochenauftakt unter anderem mit Zahlen von Linde ( LINDE Aktie) fort. Die Aktien gewannen 2,45 Prozent auf 131,95 Euro und nahmen so unangefochten die Spitze im Leitindex Dax ein. Insgesamt zeigten sich Händler leicht positiv überrascht vom dritten Quartal und dem bestätigten Ausblick des Industriegase-Spezialisten. Für DZ-Bank-Analyst Peter Spengler haben sowohl das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) als auch der Umsatz die Prognosen etwas übertroffen.

THYSSEN WEGEN STAHLWERKEN UNTER DRUCK

Schlusslicht waren die Aktien von ThyssenKrupp ( THYSSENKRUPP Aktie) , die um rund vier Prozent auf 17,135 Euro abrutschten. Kreisen zufolge ist der Stahlkonzern unzufrieden mit den bisherigen Geboten für seine defizitären Werke in Brasilien und den USA. Das Unternehmen wolle mindestens den Buchwert von rund sieben Milliarden Euro erzielen, um Abschreibungen zu vermeiden, hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg. Ein Börsianer sah die Forderung als 'unangemessen' an. Laut einem weiteren Händler erinnert dies an die kurzfristigen Risiken bei Thyssen, die in den nächsten Wochen das Kurspotenzial begrenzen könnten.

Im MDax gab es Zahlen der Gea Group ( GEA GROUP Aktie) , worauf sich die Titel des Maschinenbauers wechselhaft zeigten. Nach schwächerem Start schafften sie es zuletzt gegen den schwachen Markt knapp mit 0,21 Prozent ins Plus. Analysten der Commerzbank und der DZ Bank waren sich einig, dass das operative Ergebnis die Erwartungen verfehlte, die Neuaufträge aber positiv überraschten. Gildemeister ( GILDEMEISTER Aktie) kamen deutlich mit 3,53 Prozent unter Druck: Händlern zufolge wirkten hier negative Analystenkommentare vom Freitag negativ nach.

SARTORIUS IM TECDAX GEFRAGT

Im TecDax sprangen die Vorzugsaktien von Sartorius ( SARTORIUS AG Aktie) nach Zahlen und einem angehobenen Ausblick mit einem Plus von mehr als drei Prozent an die Spitze. Analyst Sven Kürten von der DZ Bank sprach von einem sehr starken dritten Quartal und bewertete den erneuerten Jahresausblick generell positiv. Nordex ( NORDEX Aktie) dagegen waren mit minus 3,77 Prozent das Schlusslicht unter den Technologie-Werten. Die Aktien des Windkraftanlagenbauers fielen damit auf den tiefsten Stand seit Ende Juni./tih/zb

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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