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AKTIEN IM FOKUS: Autowerte überwiegend im Plus nach US-Absatzzahlen

09:41 Uhr 02.09.2010
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien der deutschen Autohersteller haben am Donnerstag überwiegend positiv auf die US-Absatzzahlen für August reagiert. Das Urteil am Markt war überwiegend leicht positiv. So urteilte unter anderem Analyst Robert Heberger von der Privatbank Merck Finck & Co: Die deutschen Autobauer haben sich in den meisten Märkten besser entwickelt als die Wettbewerber wie beispielsweise die US-Hersteller, aber einen klaren Gewinner oder Verlierer habe es nicht gegeben.

Bis 9.30 Uhr stiegen die Aktien von Daimler (DAIMLER Aktie) um 0,26 Prozent auf 40,56 Euro, nachdem sie bereits tags zuvor um 5,5 Prozent hochgesprungen waren. Porsche (PORSCHE Aktie) rückten um 0,84 Prozent auf 38,58 Euro vor. BMW (BMW Aktie) gewannen 0,44 Prozent auf 43,10 Euro, während die Titel von Volkswagen (VW Aktie) um 0,45 Prozent auf 80,34 Euro nachgaben. Der Dax      fiel zugleich um 0,31 Prozent auf 6.065,15 Punkte.

Der Münchener Konzern BMW hatte im Vormonat 1,6 Prozent weniger Autos in den Staaten abgesetzt und der Absatz von VW war um 7,9 Prozent gesunken. Porsche verkaufte dagegen zwar 33 Prozent mehr Autos, blieb damit aber unter seinem Wachstum des Vormonats. Einzig Daimler konnte über seine Marke Mercedes die Steigerung aus dem Juli auf ein Plus von 15,0 Prozent ausbauen.

UBS: 'ZAHLEN DER DEUTSCHEN HERSTELLER GUT'

Seitens der UBS hieß es, dass die Zahlen der deutschen Hersteller gut ausgefallen seien, die der US-Hersteller und der Asiaten hingegen schwach. Ein Händler meinte dagegen, dass die Verkaufsentwicklung der deutschen Hersteller mit Ausnahme von Daimler nicht gut gewesen sei. Einschränkend müsse jedoch berücksichtigt werden, dass im Vorjahr die US-Abwrackprämie die Zahlen verzerrt habe und deutsche Autohersteller insgesamt auch im August Marktanteile gewonnen hätten.

'Der US-Markt hat sich längst noch nicht wieder normalisiert', urteilte Marktexperte Heino Ruland von Finanzanalyse-Haus Ruland Research. Nicht einmal die erhöhten Kaufanreize hätten die US-Konsumenten dazu bringen können, 'wieder vor die Schaufenster zu treten'. Experten gingen davon aus, dass eine saisonal bereinigte Verkaufszahl von etwa 16,0 Millionen Fahrzeugen als normale Nachfrage anzusehen sei.

RULAND: 'WIR GEBEN DAIMLER DEN VORZUG'

'Mit Blick auf die Importeure haben sich die deutschen Marken allerdings recht gut entwickelt', so Ruland. Zwar seien die Zulassungen für BMW gesunken, doch das könnte wegen der neuen 5er Serie der Fall gewesen sein, die bislang in den USA noch nicht komplett erhältlich ist. Auch VW habe gelitten, was ebenfalls bedingt sein dürfte durch die Neuauflage von Jetta und Touareg. 'Wie wir bereits in den vorangegangenen Monaten gesagt haben, geben wir Daimler den Vorzug im Sektor. Neben den Personenwagen profitiert der Stuttgarter Autokonzern vom Erreichen der Gewinnschwelle im Lkw-Bereich. Die zweitbeste Wahl ist BMW, vor allem wegen der neuen 7er und 5er Serien, die von den Kunden rund um den Globus gut angenommen wurden.'

UBS-Analyst Philippe Houchois hob unterdessen die Daimler-Aktie aus Bewertungsgründen von 'Sell' auf 'Neutral'. Das Kursziel von 39,00 Euro sei inzwischen erreicht, hieß es. Änderungen an seinen derzeitigen Schätzungen gebe es keine, außer dass er seine Dividendenerwartung von 1,00 auf 1,40 Euro angehoben habe, ergänzte er./ck/ag

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