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Aktien New York: Verluste - Gedämpfte Hoffnung auf Fed-Intervention

19:46 Uhr 23.08.2012
NEW YORK (dpa-AFX) - In den USA ist den Anlegern die Hoffnung auf eine baldige geldpolitische Lockerung durch die Fed schnell wieder vergangen. Am Donnerstag bauten die US-Börsen daraufhin binnen der ersten Handelshälfte ihre anfänglichen Verluste noch etwas weiter aus. Laut Börsianern drückten auch neue Konjunkturdaten vom Arbeits- und Immobilienmarkt auf die Stimmung. Zudem rückte die europäische Schuldenkrise wieder in den Mittelpunkt, wo die Griechen derzeit um eine Auflockerung ihrer Sparauflagen ringen.

Der Dow Jones Industrial stand zuletzt mit 0,93 Prozent im Minus bei 13.050,68 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500-Index     verlor 0,89 Prozent auf 1.400,93 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq gab der Composite Index zuletzt um 0,87 Prozent auf 3.047,07 Zähler nach, und für den Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,90 Prozent auf 2.758,37 Punkte abwärts.

Die jüngsten Konjunkturdaten waren gemischt ausgefallen. So waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Zudem blieb der Anstieg bei den Verkäufen neuer Häuse im Juli etwas hinter den Erwartungen zurück. Allerdings wurde der Rückgang im Vormonat stark von 8,4 auf 3,5 Prozent korrigiert.

Das alles beherrschendes Thema aber bleibt die Frage, ob die US-Notenbank Fed nun ein neues Anleihenkaufprogramm startet oder nicht. Nach dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll zur jüngsten Notenbanksitzung von Anfang August waren zunächst die Spekulationen auf eine weitere Lockerung der US-Geldpolitik (QE3) wieder aufgeflammt. Dann jedoch folgte die Ernüchterung an den Märkten. Händler verwiesen auf Aussagen von James Bullard, dem Präsidenten der regionalen Notenbank von St. Louis. Dieser hatte in einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC bezweifelt, dass angesichts der sich neuerdings wieder erholenden US-Wirtschaft tatsächlich ein neues Anleihenkaufprogramm der US-Notenbank (Fed) noch notwendig sei.

Unterdessen geht das Ringen in Europa um eine Lösung der Finanzkrise weiter. Deutschland erteilte am Donnerstag den Griechen eine Absage, die mehr Zeit für ihre Sparbemühungen verlangen. Die Anleger stellten sich angesichts der aktuellen Lage auf noch mehr Gegenwind in der Finanzkrise ein, sagte ein Marktbeobachter.

Auf Unternehmensseite standen in den USA Hewlett-Packard ( HP) ( HP Aktie) im Dow stark unter Druck. Die HP-Papiere knickten um 7,50 Prozent auf 17,76 US-Dollar ein, nachdem der Computer- und Druckerhersteller am Vortag nach Handelsende seine Zahlen für das dritte Geschäftsquartal präsentiert hatte. Der Konzern hatte einen Nettoverlust von 8,9 Milliarden US-Dollar (7,1 Mrd. Euro) eingefahren. nachdem im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 1,9 Milliarden Dollar erzielt worden war. Eine gigantische Abschreibung, rückläufige PC-Verkäufe und die Kosten für den Konzernumbau hatten bei dem weltgrößten PC-Produzenten das riesige Loch gerissen. Deshalb nahm das Management die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2011/12 zurück.

Mit einem klaren Kursabschlag reagierten die Anleger auf schlechte Nachrichten für Boeing. Die australische Fluggesellschaft Qantas hat einen Milliardenauftrag für 35 Dreamliner beim US-Flugzeugbauer storniert. Boeing-Papiere ( BOEING Aktie) gaben um 2,66 Prozent auf 70,86 Dollar nach.

Facebook ( FACEBOOK Aktie) kletterten derweil um 0,21 Prozent auf 19,48 Dollar nach oben. Das Online-Netzwerk hatte zuvor von der US-Wettbewerbsbehörde FTC grünes Licht für die Übernahme des Fotodienstes Instagram bekommen.

Auf den hinteren Unternehmensrängen gab es zudem noch einige Zahlen zu vermelden. Papiere des Discounters Big Lots ( BIG LOTS Aktie) brachen nach einem deutlich abgesenkten Jahresausblick um mehr als 23 Prozent ein.

Unterdessen geht der Autoverleiher Hertz ( HERTZ GLOBAL Aktie) bei seinem bereits über zwei Jahre währenden Übernahmebemühungen von Dollar Thrifty Automotive ( DOLLAR THRIFTY AUTOM. GRP INC. REGISTERED SHARES DL -,01 Aktie) in eine neue Runde. Der Konzern spricht laut mit der Sache vertrauten Personen jetzt einige Aktionäre des Übernahmekandidaten direkt an. Diese sollen ein Verkaufsangebot abgeben. Die Papiere beider Unternehmen legten zuletzt um knapp vier Prozent zu./tav/he

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