CLEVER HANDELN
Richten Sie Börsennews.de als Startseite ein
Hier klicken

Aktienmärkte: Obamas Wiederwahl stützt Börsen weltweit - Jahresend-Rally möglich

11:43 Uhr 07.11.2012
FRANKFURT/LONDON/PARIS/NEW YORK (dpa-AFX) - An den weltweit wichtigsten Finanzplätzen haben die Märkte am Mittwoch positiv auf die Wiederwahl Barack Obamas als US-Präsident reagiert. In Europa und Asien legten die Börsen zu, für die Wall Street zeichnete sich zuletzt ebenfalls ein positiver Handelsstart ab. Zum Jahresschluss könnte es womöglich noch zu einer Rally an den Börsen kommen, wenn es nun den Demokraten und Republikanern gelingt, die fiskalische Klippe rasch zu umschiffen. Obama geht nach einem überzeugenden Wahlsieg in eine zweite Amtszeit. Der Demokrat sicherte sich bei der Abstimmung am Dienstag mindestens 303 von insgesamt 538 Wahlmännerstimmen und damit einen deutlichen Vorsprung, wie US-Fernsehsender am Mittwochmorgen berichteten.

'Dass die Wahl klar ausgegangen ist, kommt gut an', sagte Aktienstratege Tobias Basse von der NordLB. 'Das sorgt für Sicherheit.' Chefvolkswirt Edgar Walk vom Bankhaus Metzler bestätigt dies. 'Nach den Berichterstattungen über ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen waren die Sorgen vor einem unklaren Wahlausgang mit Nachzählen von Wählerstimmen und Gerichtsanfechtungen wie im Jahr 2000 groß gewesen', sagte Walk. Vor 12 Jahren war George W. Bush in einer der knappsten Wahlen in der Geschichte der USA zum Präsidenten gewählt worden. Erst nach mehr als einem Monat stand damals das Wahlergebnis fest.

SICHERHEIT BEI GELDPOLITIK STÜTZT - FISKALKLIPPE IM FOKUS

Dass Obama den Sieg ein weiteres Mal davongetragen hat, stimmt die Märkte auch optimistisch hinsichtlich der weiteren lockeren Geldpolitik in den USA. 'Es wird nun erwartet, dass der Vertrag von Notenbankchef Ben Bernanke bis 2014 verlängert wird', sagte Walk. 'Bei einer Wahl Mitt Romneys hingegen, so wurde an den Märkten vermutet, wäre John Taylor Bernankes Nachfolger geworden und hätte die Leitzinsen wieder nach und nach angehoben.'

In Europa gewann der EuroStoxx 50 am Vormittag 0,82 Prozent auf 2.556,72 Punkten hinzu. An der Börse in Frankfurt kletterte der Dax     am Mittwochvormittag um etwas mehr als ein ein halbes Prozent. Der FTSE 100     und London sowie der Cac 40     in Paris rückten um 0,53 und 0,92 Prozent vor. Ein ähnliches Bild zeigte sich an den Börse in Asien. Hier waren die Kurstafeln überwiegend grün. Dass der Nikkei-225-Index in Tokio mit einem Minus von 0,03 Prozent ausscherte, lag vor allem an einem stärkeren Yen. Die Futures auf den Dow Jones Industrial     und die Technologiebörse Nasdaq-100-Index     deuteten zuletzt auf eine freundliche Eröffnung der US-Börsen hin.

Der kurstreibende Effekt an den Börsen könnte allerdings nur kurzfristig sein, warnte Kapitalmarktexperte Oliver Roth von Close Brothers Seydler. 'An der republikanischen Mehrheit im Repräsentantenhaus hat sich nichts geändert, und damit tritt wieder die Frage in den Vordergrund, ob die fiskalische Klippe umschifft werden kann.'

Diese droht Anfang des neuen Jahres, wenn sich Demokraten und Republikaner nicht einigen. Sollte dieser Fall eintreten, würden Anfang 2013 zahlreiche Steuererleichterungen auslaufen und Ausgabenkürzungen sowie massive Steuererhöhungen über insgesamt 600 Milliarden US-Dollar automatisch in Kraft treten. Die sich langsam erholende US-Wirtschaft würde so wieder abgewürgt. 'Das Ausbleiben einer Einigung könnte eine Rally an den Aktienmärkten vermiesen', sagt Roth. Sollte sie gelingen, steht es dagegen gut für eine Rally an den Märkten. Er selbst rechnet damit, dass eine Lösung gefunden wird. 'Auf Dauer können es sich die Republikaner nicht leisten, permanent auf Gegenkurs zu gehen.'

Metzler-Volkswirt Walk meinte ebenfalls: 'Keiner kann ein Interesse daran haben, dass die USA in die Rezession abgleitet. Solange aber kein Ergebnis auf dem Tisch liegt, bleibt die Unsicherheit.'/rum/ck/kja

Wertpapiere ISIN Letzter Kurs Performance
WILLIAM PARTNERS Aktie US96950F1049 53,04 $ 0,08%
Jetzt mitmachen: Aktuelle börsennews.de Umfrage
Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa, die im Auftrag der 'Bild' durchgeführt wurde, glauben 81% der Bundesbürger nicht daran, dass die Eurokrise bereits ausgestanden ist. Vom Gegenteil sind lediglich 7% der Befragten überzeugt. Welche Ansicht vertreten Sie in dieser Frage?
Der "Märkte am Mittag"-Newsletter
  • Täglich aktuelle Topnews
  • Die wichtigsten Aktien im Überblick
  • Exklusive Hintergrundanalysen
 
News-Diskussion (0 Beiträge)
Bitte ignorieren! Wenn Sie diese Felder sehen, füllen Sie diese bitte NICHT aus!
Nachricht
  • Keine Beiträge vorhanden!