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ANALYSE/Börse Stuttgart: ETF-Anleger in der Vorwoche weiterhin zurückhaltend

15:41 Uhr 21.02.2012
FRANKFURT (dpa-AFX) - Aus Furcht vor einer drohenden Korrektur haben Anleger börsengehandelter Fonds (ETFs) in der Vorwoche am deutschen und europäischen Aktienmarkt weiterhin zurückhaltend agiert. 'Die Bestände bei klassischen Long-ETFs wurden weiter reduziert', sagte Michael Görgens, Leiter des ETF-Handels bei der Börse Stuttgart. Zudem hätten taktisch orientierte Anleger bei den auf fallende Kurse setzenden Short-Produkten zugegriffen. 'Es wurde weiterhin eine Korrektur erwartet, nachdem die Aktienmärkte weltweit in den letzten Wochen kräftig zulegen konnten', so Görgens.

Der Trend der Aktienanleger bei einigen globalen Aktienmärkten blieb auch in der vergangenen Woche ungebrochen, wie aus den Statistiken des Stuttgarter Börsenbetreibers hervorgeht. Sowohl in Nordamerika als auch in den Schwellenländern waren Käufer in der Überzahl. Die einzige Ausnahme war laut Görgens die Region Asien, in der sich Käufe und Verkäufe bei ETFs in etwa die Waage hielten.

Im Bereich der Rohstoffe konnte selbst die Drohung des Irans, kein Öl mehr an Frankreich und Großbritannien zu exportieren, die Tendenz der Anleger zum Verkauf von ETF-Produkten nicht stoppen. 'Möglicherweise sahen die Anleger den Ölpreis auch als überhitzt an, nachdem er in den vorangegangenen Wochen schon deutlich zulegen konnte', kommentierte Görgens die Entwicklung.

Bei Anleiheprodukten blieb die Tendenz nach Angaben von Görgens unverändert gespalten. 'Während die einen auf weiter steigende Anleihekurse und damit sinkende Renditen setzten, erwarteten einige Anleger auch eine Korrektur der Anleihekurse und setzten entsprechend auf Short-Produkte.' Der Überhang an Käufern auf der Long-Seite fiel dabei besonders deutlich aus.

Wenn 'deutlich' mehr Käufe als Verkäufe von ETFs getätigt wurden, bedeutet dies, dass das Verhältnis von Käufen zu Verkäufen 70:30 oder höher war. 'Etwas' mehr Käufe heißt, dass dieses Verhältnis zwischen 70:30 und 55:45 lag. Wenn sich die Käufe und Verkäufe ungefähr ausgeglichen haben, weist dies auf ein Verhältnis von unter 55:45 bis über 45:55 hin. Wenn es dementsprechend etwas mehr Verkäufe als Käufe gab, lag das Verhältnis von Käufen zu Verkäufen zwischen 45:55 und 30:70./tih/fat

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