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Börse Stuttgart-News: 4X report

14:45 Uhr 12.01.2018

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Auslandsmarktbericht der Börse Stuttgart

Aktienmärkte mit gutem Start ins Neue Jahr - Allzeithoch beim Dow Jones - steigender Ölpreis hilft Gazprom

In den ersten Handelstagen dieses Jahres konnten die Indizes weiter zulegen. Mit 25.386 Punkten markierte der Dow Jones ein neues Allzeithoch auf Schlusskursbasis. Auf dem Biotechnologiesektor nahm das Übernahmekarussell wieder Fahrt auf. Mit der Übernahme von Impact Biomedicines erweitert Celgene ( WKN: 881244 ) die Medikamentenpalette. Impact ist ein nicht börsennotiertes Unternehmen und forscht auf dem Gebiet zur Behandlung von Blutkrebs und erhält nun 1,1 Milliarden Dollar. Sollte das Mittel die Marktreife erreichen, können die Zahlungen von Celgene bis auf sieben Milliarden Dollar ansteigen.

Die Aktie der Woche ist zweifelsohne die Aktie von Eastman Kodak ( WKN: A1W4RC ). Die Aktionäre haben sich bis zur letzten Woche abgewöhnt, irgendwelche Charts anzuschauen, um Tränen- und Wutausbrüche zu vermeiden. Der Aktienkurs fiel in der Zeit von 2014 bis 2017 von 34 Dollar auf drei Dollar. Innerhalb von zwei Handelstagen wurde die Aktie bis über 13 Dollar in die Höhe gejagt. Der Hintergrund für diese Rally ist in den Unternehmensnachrichten zu finden, in denen diese Woche die Schaffung einer eigenen Kyrptowährung angekündigt wurde. Durch den sogenannten KodakCoin sollen Transaktionen rund um Bilder und Fotos abgewickelt werden. Damit hat Kodak den Nerv der Zeit getroffen. Die Kursentwicklung hat es gezeigt.

Einen guten Jahresauftakt hatte der japanische Aktienmarkt und der Nikkei 225 steigt um 946 Zähler auf 23.710 Punkte. Der Highflyer des letzten Börsenjahres Tokai Carbon ( WKN: 862859 ), die Aktie war mit einem Plus von 274 Prozent die beste Aktie im Nikkei 225, setzt auch in diesem Jahr die gute Performance fort. Tokai Carbon liegt mit einer Kurssteigerung von über 20 Prozent momentan auf dem zweiten Platz im japanischen Leitindex und wird nur knapp von Mitsui Engineer & Shipbuilding ( WKN: 858575 ) geschlagen, die sich bis dato um 21 Prozent verbesserten. Die am schwersten gewichtete Aktie im Nikkei 225 und Muttergesellschaft der Bekleidungskette Uniqlo, Fast Retailing ( WKN: 891638 ), hat am Donnerstag nach Börsenschluss die Kennzahlen des ersten Quartals veröffentlicht. Die Zahlen waren überraschend gut und haben die Erwartungen der Analysten weit übertroffen, man darf gespannt sein wie die Aktie darauf reagieren wird, resümierte Björn Marten von der Baader Bank AG in Stuttgart. Der Chef von Sony Corp. ( WKN: 853687 ) Kazuo Hirai hat auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas verlauten lassen, dass der Konzern seine jahrelange Krise hinter sich gelassen hat und dass die Umstrukturierungsmaßnahmen abgeschlossen sind. Schon im letzten Jahr war die Aktie wieder auf der Kaufliste der Investoren und die Kurssteigerung von 55 Prozent im Jahr 2017 kann sich sehen lassen; auch das Jahr 2018 mit einem Kursplus von knapp zehn Prozent lässt sich gut an.

Die schon seit Jahren angeschlagenen Supermarktketten Großbritanniens standen wieder einmal unter Druck. Trotz einem erheblichem Umsatzplus in der Vorweihnachtszeit, vor allem im Lebensmittelsegment, verloren die Aktienkurse von Tesco ( WKN: 852647 ), Sainsbury ( WKN: A0B6G0 ) und Morrison ( WKN: 880225 ) weiter an Wert. Die Wettbewerber erwarten wieder einmal ein schwieriges Jahr. Kursverluste von über fünf Prozent verzeichnete nach einem enttäuschenden Weihnachtsgeschäft auch der Retailer Marks & Spencer ( WKN: 534418 ).

Der dänische Schmuckhersteller Pandora ( WKN: A1C6JV ) hat im Geschäftsjahr 2017 einen Erlös von 22,8 Milliarden dänischen Kronen (rund 3,06 Milliarden Euro) erzielt. Des Weiteren teilte die Gesellschaft mit, dass in den kommenden fünf Jahren die Gewinnmarge von 37,3 Prozent auf durchschnittlich 35 Prozent fallen könnte. Als Begründung für das nicht so gute Ergebnis wurde das schwierige Geschäftsfeld USA sowie auch negative Währungseffekte genannt. Analysten gingen von einem deutlich besseren Ergebnis aus. Daraufhin ging die Aktie teilweise um rund 15 Prozent auf Talfahrt und liegt derzeit bei 77,50 Euro.

Mit Spannung wurde diesen Donnerstag die Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal von Richemont ( WKN: A1W5CV ) erwartet. Bereits im Vorfeld gingen die Schätzungen der Analysten auseinander. Als es dann soweit war, legte der Luxusgüterkonzern ein Umsatzwachstum im Weihnachtsquartal von sieben Prozent in vor. Im ersten Halbjahr lag das Wachstum bei zwölf Prozent, allerdings wurde zu diesem Zeitpunkt von der Unternehmensführung darauf hingewiesen, dass sich das Wachstum nicht so stark fortsetzen würde. Schwachpunkt war der Umsatz mit Luxusuhren, obwohl die Uhrenindustrie sich langsam wieder im Aufwind befindet, da der Lagerbestand der Uhrenhändler noch zu hoch ist. Dafür konnte der Konzern, zu dem Marken wie IWC, Montblanc oder Cartier gehören, von einem starken Schmuckgeschäft profitieren. Insgesamt wurden diese Meldungen positiv vom Markt aufgenommen und dementsprechend stieg die Aktie im Vormittagshandel auf 77 Euro und lag bei etwa 1,5 Prozent im Plus, analysierte Sven Nemela von der Baader Bank AG in Stuttgart.

Mit einem Plus von über 13 Prozent konnte der russische Gasriese Gazprom ( WKN: 903276 ) den Leitindex der Moskauer Börse deutlich überragen. Der Jahresschlusskurs der Gazprom-Aktie lag noch bei 3,70 Euro, am Donnerstag wurden schon 4,20 Euro bezahlt. Kurstreibend wirkte hierbei auch der Ölpreisanstieg. Fast unbemerkt ist der Ölpreis auf den höchsten Stand seit drei Jahren geklettert. Ein Fass der Sorte Brent kostet mittlerweile 69 Dollar.

Disclaimer:

Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart GmbH

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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