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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 04.12.2009 - 17.00 Uhr

17:08 Uhr 04.12.2009
Spanien: Einbruch der Industrieproduktion schwächt sich weiter ab

MADRID - In Spanien hat sich der Einbruch der Industrieproduktion im Oktober
weiter abgeschwächt. Auf Jahressicht sei die Produktion bereinigt um 9,2 Prozent
zum Vorjahr gesunken, teilte die spanische Statistikbehörde INE am Freitag in
Madrid mit. Im Vormonat war die Produktion noch um revidiert 12,7 (zunächst
12,5) Prozent abgesackt. Unbereinigt ergab sich unterdessen ein etwas anderes
Bild: Hier sank die Produktion im Oktober um 12,9 Prozent, nach einem minus von
revidiert 12,7 (12,5) Prozent im Vormonat.

Eine Billion Euro Staatshilfe für britische Banken

LONDON - Die britischen Banken haben laut einer Zwischenbilanz umgerechnet fast
eine Billion Euro Staatshilfen bekommen. Seit Beginn der Finanzkrise vor etwa 15
Monaten hätten die Institute insgesamt 850 Milliarden Pfund aus
Rettungsprogrammen erhalten, teilte der britische Rechnungshof am Freitag in
London mit. Der größte Anteil (131 Mrd Pfund) wurde demnach für die teilweise
oder vollständige Verstaatlichung von Banken ausgegeben. Das genaue Ausmaß der
staatlichen Gesamtkosten könne erst in mehreren Jahren beziffert werden.

Obama: Mega-Defizit hemmt Kampf gegen Arbeitslosigkeit

WASHINGTON - Das gigantische Haushaltsloch der USA wird nach Ansicht von
Präsident Barack Obama den Kampf gegen die hohe Arbeitslosigkeit erheblich
erschweren. 'Ich bin offen für jede gute Idee', sagte er während eines von ihm
einberufenen 'Job-Gipfels' am Donnerstag in Washington. 'Aber unsere Ressourcen
sind begrenzt.' Auf der Konferenz diskutierten mehr als hundert Unternehmer,
Gewerkschafter und Ökonomen über Wege aus der US-Jobkrise.

Bundesbank: Wirtschaft wächst 2010 wieder - Arbeitslosigkeit steigt

FRANKFURT - Die deutsche Bundesbank hat ihre Prognosen für das
Bruttoinlandsprodukt für das laufende und das kommende Jahr deutlich erhöht. Im
laufenden Jahr dürfte die deutsche Wirtschaft um 4,9 Prozent schrumpfen, hieß es
in der am Freitag veröffentlichten halbjährlichen Prognose. Im Sommer war die
Bundesbank noch von einem deutlicheren Einbruch um 6,2 Prozent ausgegangen. 'Die
konjunkturellen Aussichten haben sich in den letzten Monaten spürbar
aufgehellt', schrieben die Experten. Dank geld- und fiskalpolitischer Maßnahmen
habe ein Erholungsprozess eingesetzt, der in den nächsten beiden Jahren - wenn
auch mit reduziertem Tempo - anhalten dürfte.

Bundestag stimmt Steuerpaket zu

BERLIN - Der Bundestag hat dem umstrittenen Steuerpaket der schwarz-gelben
Koalition zugestimmt. In namentlicher Abstimmung billigte das Parlament am
Freitag mit der Mehrheit von Union und FDP das Wachstumsbeschleunigungsgesetz.
Familien, Firmen und Erben sollen um bis zu 8,5 Milliarden Euro entlastet
werden. Offen ist, ob die Länder am 18. Dezember im Bundesrat grünes Licht
geben.

Finanzpolitiker: Neue Bankenkrise droht

BERLIN - Im nächsten Jahr droht nach Einschätzung von Finanzpolitikern eine neue
große Bankenkrise. Der SPD-Experte Carsten Schneider fürchtet, dass bei den
deutschen Banken durch weitere Abschreibungen von 'Giftpapieren' 100 bis 120
Milliarden Euro an Eigenkapital vernichtet werden könnte.

Institut: Aktuelle Klimaschutzziele reichen nicht

POTSDAM/KÖLN - Mit den aktuellen Klimaschutzzielen der einzelnen Länder steuert
die Welt auf eine katastrophale Erwärmung um 3,5 Grad Celsius bis zum Ende des
Jahrhunderts zu. Dieses ernüchternde Ergebnis liefert eine Analyse des in
Deutschland entwickelten 'Climate Action Trackers'. Die Pläne der Industrie- und
Schwellenländer reichten nicht aus, um die Erwärmung wie gefordert auf 2 Grad zu
begrenzen, teilten die Entwickler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
(PIK) und von der Kölner Klimaberatungsfirma Ecofys am Freitag im Vorfeld des
Weltklimagipfels in Kopenhagen mit. Die Folgen einer globalen Erwärmung um 2
Grad gelten nach Analyse des UN-Klimarats (IPCC) gerade noch als beherrschbar.

Von der Leyen will Jobcenter-Streit lösen

BERLIN - Im Streit über die Reform der Jobcenter hat Bundesarbeitsministerin
Ursula von der Leyen (CDU) den Ländern eine Lösung vorgeschlagen. Die Jobcenter,
in denen Sozialämter und Arbeitsagenturen Hartz-IV-Empfänger gemeinsam betreuen,
sollten zwar organisatorisch getrennt werden, gleichwohl aber freiwillig
zusammenarbeiten können. Damit würde die 'Betreuung aus einer Hand' abgelöst
durch 'Betreuung unter einem Dach'. Das geht aus einem den Ländern übermittelten
Eckpunktepapier vor, das der Deutschen Presse- Agentur dpa am Freitag in Berlin
vorlag. Darin werden Vorschläge gemacht, wie die Vorgaben des
Bundesverfassungsgerichts und des schwarz-gelben Koalitionsvertrages umgesetzt
werden können.

USA: Arbeitslosenquote sinkt im November überraschend

WASHINGTON - In den USA ist die Arbeitslosenquote im November überraschend
gesunken. Die Quote sei von 10,2 Prozent im Vormonat auf 10,0 Prozent
zurückgegangen, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit.
Ökonomen hatten mit einer unveränderten Quote gerechnet. Im Vormonat war die
Arbeitslosenquote noch auf den höchsten Stand seit 26 Jahren gestiegen.

USA: Beschäftigungsabbau nähert sich der Nulllinie

WASHINGTON - In den USA hat sich der Beschäftigungsabbau im November der
Nulllinie angenähert. Die Beschäftigtenzahl außerhalb der Landwirtschaft sei auf
Monatssicht um nur noch 11.000 zurückgegangen, teilte das US-Arbeitsministerium
am Freitag im Washington mit. Volkswirte hatten mit einem mehr als zehnmal so
großen Abbau um 130.000 Stellen gerechnet.

USA: Stundenlöhne steigen im November weniger als erwartet

FRANKFURT - In den USA sind die Stundenlöhne im November etwas schwächer als
erwartet gestiegen. Die Löhne seien durchschnittlich um 0,1 Prozent auf 18,74
US-Dollar je Stunde gestiegen, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in
Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Im
Vormonat waren sie noch um 0,3 Prozent geklettert. Die durchschnittliche
Wochenarbeitszeit stieg von 33,0 Stunden im Oktober auf 33,2 Stunden im
November.

IWH: Zweifel an Wachstum durch weniger Steuern

HALLE - Der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, Ulrich Blum,
hat erhebliche Zweifel an einem unmittelbaren Wirtschaftswachstum durch das
Steuerpaket der Bundesregierung. Dem Radiosender MDR Info (Halle) sagte er am
Freitag, am sinnvollsten seien noch die Nachbesserungen bei der
Erbschaftssteuer. Davon werde der Osten langfristig profitieren. Nach der Wende
hätten viele die Gelegenheit beim Schopf gepackt und sich selbstständig gemacht.
Die gingen jetzt ins Alter. 'Die nächste Generation muss das Schiff ja
weiterlenken.'

USA: Auftragseingang Industrie steigt im Oktober überraschend

WASHINGTON - In den USA sind die Industrieaufträge im Oktober überraschend
gestiegen. Die Bestellungen seien zum Vormonat um 0,6 Prozent geklettert, teilte
das Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten eine
Stagnation erwartet. Im Vormonat hatten sich die Auftragseingänge noch um
revidiert 1,6 (bisher 0,9) Prozent erhöht.

/rob/bf

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