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ATHEN - Geplünderte Geschäfte, brennende Gebäude und Dutzende Verletzte: Nach der Abstimmung im griechischen Parlament über das harte Sparpaket haben schwere Ausschreitungen die Hauptstadt Athen erschüttert. Vermummte Randalierer und Gewalttätige lieferten sich in der Nacht zum Montag Straßenschlachten mit der Polizei und verwüsteten weite Teile des Stadtzentrums. Nach Angaben von Polizei und Rettungsdienst wurden mindestens 75 Menschen verletzt, darunter 30 Polizisten. Auch in den Touristenhochburgen Kreta, Korfu und Thessaloniki kam es zu Ausschreitungen.
Merkel gegen Euro-Austritt Athens - Sparvotum begrüßt
BERLIN - Für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sind eine Staatspleite und ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone weiter kein Thema. 'Wir wollen Griechenland innerhalb der Euro-Zone helfen', sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Die Kanzlerin werde sich an keinem Versuch beteiligen, Griechenland aus der Euro-Zone herauszuschubsen. 'Und dieses gilt.'
EZB erneut mit geringen Anleihekäufen
FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in der vergangenen Woche abermals in vergleichsweise geringem Umfang Staatsanleihen angeschlagener Euro-Staaten gekauft. Das Gesamtvolumen lag bei 59 Millionen Euro, wie die EZB am Montag in Frankfurt mitteilte. Damit war die Summe nur noch etwa halb so hoch wie in der Vorwoche. Im Vergleich zu den Wochen zuvor, als die Beträge zumeist im einstelligen Milliarden-Bereich gelegen hatten, ist das Niveau damit weiter deutlich zurückgegangen.
Weißes Haus setzt sich zur Wehr - Obama stellt Etat 2013 vor
WASHINGTON - Etatdebatte im Zeichen des Wahlkampfs: Mit massiver Kritik haben die Republikaner auf die Eckdaten zum US-Haushalt 2013 reagiert. Höhere Steuern für Reiche, Milliarden zur Ankurbelung der Konjunktur - die Versprechungen aus dem Weißen Haus seien eine Totgeburt. Ein Haushalt 'der Schulden, des Zweifels und des Niedergangs', der im Parlament keine Chance habe. Eins steht bereits fest: Der Kampf um den Haushalt wird zur Schlacht im Präsidentenwahlkampf.
Deutschland: Preisanstieg im Großhandel unverändert im Jahresvergleich
WIESBADEN - In Deutschland hat sich der Preisauftrieb im Großhandel zu Beginn des Jahres stabil gehalten. Für Januar meldete das Statistische Bundesamt am Montag einen Preisanstieg im Jahresvergleich von 3,0 Prozent. Im Dezember habe die Teuerungsrate ebenfalls bei 3,0 Prozent gelegen, nach 4,9 Prozent im November. Im Vergleich zum Vormonat seien die Preise im deutschen Großhandel im Januar um 1,2 Prozent gestiegen, hieß es weiter.
Schuldenkrise und Flutkatastrophe lassen Japans Wirtschaft schrumpfen
TOKIO/FRANKFURT - Die europäische Schuldenkrise und die Flutkatastrophe in Thailand haben die japanische Wirtschaft zum Jahresende hin stark belastet. Nach einem kräftigen Wachstum im dritten Quartal schrumpfte die Wirtschaftsleistung der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft von Oktober bis Dezember im Quartalsvergleich um 0,6 Prozent. Auf das Jahr hochgerechnet ergibt sich ein Minus von 2,3 Prozent.
Europas Finanzmärkte zeigen verhaltenen Optimismus nach Griechen-Votum
FRANKFURT - Die Finanzmärkte haben am Montag mit verhaltenem Optimismus auf die Zustimmung des Parlaments in Griechenland zu neuen Sparmaßnahmen reagiert. Am Devisenmarkt zeigte der Euro in der Nacht zum Montag zunächst eine nervöse Berg- und Talfahrt im Anschluss an das 'Ja' der Parlamentarier zu den neuen Sparvorgaben. Erst im weiteren Handelsverlauf konnte sich Kauflaune beim Euro durchsetzen. An den führenden europäischen Aktienbörsen legten die Kurse im frühen Handel ebenfalls zu, während die als besonders sicher geltenden deutschen Staatsanleihen an Wert verloren.
China hofft auf mehr Bemühungen der Europäer in Schuldenkrise
PEKING - China hofft auf größere Anstrengungen der Europäer zur Lösung ihrer Schuldenkrise. Einen Tag vor dem EU-China-Gipfel am Dienstag in Peking forderte das Außenministerium 'grundlegende Reformen' in den Wirtschaftsstrukturen und der Finanzpolitik der besonders betroffenen Ländern. 'China hofft, dass die Europäische Union positive Bemühungen unternimmt, um seine Wirtschaft stabil zu halten', sagte Außenamtssprecher Liu Weimin vor Journalisten.
OECD: Frühindikator CLI hellt sich auf
PARIS - Im OECD-Raum haben sich die Konjunkturaussichten im Dezember aufgehellt. Der Frühindikator CLI sei von 100,2 Punkten im Vormonat auf 100,4 Zähler gestiegen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Montag in Paris mit. Die Kennzahl verharre allerdings nach wie vor unter dem Trendwachstum, hieß es weiter.
Deutschland refinanziert sich für ein halbes Jahr fast zum Nulltarif
FRANKFURT - Deutschland hat sich am Montag abermals zu sehr günstigen Konditionen frisches Geld beschaffen können. Bei einer Auktion unverzinslicher Schatzanweisungen mit einer Laufzeit von sechs Monaten lag die Rendite bei 0,076 Prozent und damit nahe der Nulllinie. Bei der letzten vergleichbaren Auktion Anfang Januar war die Rendite sogar leicht negativ gewesen. Das heißt, die Anleger hatten etwas dafür gezahlt, damit sie ihr Geld beim Bund deponieren durften.
Berlin begrüßt Athener Parlamentsbeschluss zu Sparpaket
BERLIN - Die Bundesregierung hat die Zustimmung des griechischen Parlaments zu den verschärften Sparauflagen 'ausdrücklich' begrüßt. Zugleich mahnte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin, dass alle wesentlichen Kräfte in Griechenland bereit sein müssten, auch nach den Wahlen in Athen im Frühjahr den gemeinsamen Reformweg zu gehen.
EU-Währungskommissar Rehn zuversichtlich für zweites Griechenland-Hilfspaket
BRÜSSEL - EU-Währungskommissar Olli Rehn glaubt, dass Griechenland die Auflagen für das zweite Rettungspaket erfüllen wird. Er sei zuversichtlich, dass konkrete Maßnahmen, um weitere 325 Millionen Euro einzusparen, bis zum nächsten Treffen der Eurogruppe beschlossen werden, sagte Rehn am Montag in Brüssel. Am Mittwoch werden die Euro-Finanzminister zusammentreffen, um über weitere Unterstützung für das hoch verschuldete Mitgliedsland zu beraten. Nach dem das griechische Parlament dem umstrittenen Sparplan in der vergangenen Nacht zugestimmt hat, sind die Weichen gestellt, um das zweite Hilfspaket zu verabschieden.
Regierung lehnt Volksabstimmung über Euro-Rettung weiter ab
BERLIN - Die Bundesregierung hält an ihrer Position fest, dass die Bürger nicht über die Euro-Rettung abstimmen sollen. Eine Volksabstimmung auf Bundesebene sehe das Grundgesetz für solche Fälle nicht vor, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. Er reagierte damit auf einen umstrittenen Vorstoß des CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer. Der hatte sich in einem Interview der 'Welt am Sonntag' dafür ausgesprochen, dass das Volk über die Rettung der europäischen Währung entscheiden solle, wenn die Bürgschaften für Schuldenstaaten eine bestimmte Größenordnung überschritten.
IG Metall verteidigt Tarifforderungen
MÜNCHEN - Mehr Lohn, weniger Leiharbeit und eine unbefristete Übernahme von Auszubildenden: Die IG Metall hat ihre Tarifforderungen gegen die Kritik der Arbeitgeber verteidigt. 'Weil wir die drei Themen miteinander verknüpfen, wird's kompliziert ohne Ende', sagte Horst Lischka von der IG Metall München am Montag im Gewerkschaftshaus. Die Arbeitgeber hatten die Forderungen als überzogen bezeichnet und vor eingeschränkter Flexibilität gewarnt.
Söder lässt Abschaffung des Länderfinanzausgleichs prüfen
MÜNCHEN - Bayern will den Vorstoß von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zu einer Abschaffung des Länderfinanzausgleichs aufgreifen und dazu auch einen eigenen Vorschlag machen. Das kündigte der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) am Montag in München an. Er habe in seinem Ministerium umgehend den Auftrag gegeben, ein Modell auszuarbeiten, in dem der jetzige Finanzausgleich abgeschafft und durch 'so eine Art Sammelstelle' ersetzt wird, die vom Bund verwaltet wird. Er sei erfreut über den entsprechenden Vorschlag Kretschmanns, sagte Söder.
Regierung: Neuwahlen in Griechenland wie geplant im April
ATHEN - Die griechische Übergangsregierung geht davon aus, dass wie geplant Neuwahlen im April stattfinden können. Die Regierung werde bis Ende März ihre Arbeit getan haben, sagte Regierungssprecher Pantelis Kapsis am Montag in Athen. 'Die nächsten drei Wochen werden teuflisch sein', sagte er zugleich mit Blick auf weitere Abstimmungen im Parlament zur Umsetzung des in der Nacht zu Montag beschlossenen Sparpakets.
Gabriel: Belastungsgrenze für Griechen erreicht
BERLIN - Durch die auf Druck beschlossenen Einsparungen in Griechenland ist nach Ansicht der SPD die Belastungsgrenze für die breite Bevölkerung des Landes erreicht. 'Man kann nicht immer mehr nach oben draufsatteln', sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel am Montag nach einer Sitzung des Parteivorstands in Berlin. Jetzt müssten diejenigen Griechen stärker herangezogen werden, die ihr Geld ins Ausland gebracht hätten. Auch eine Senkung der griechischen Militärausgaben sei denkbar.
Merkel mahnt schnellere Reformen an Finanzmärkten an
BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat schnellere und tiefgreifendere Reformen an den internationalen Finanzmärkten gefordert. 'Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise sind noch nicht überwunden', sagte Merkel am Montag nach einem Gespräch mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit der Expertengruppe 'Neue Finanzmarktarchitektur' im Kanzleramt in Berlin. Zwar habe die internationale Gemeinschaft an manchen Stellen dazugelernt. Es müsse aber 'intensivst weitergearbeitet werden'.
Fast jeder zweite arbeitet auch am Wochenende
BERLIN - Fast jeder zweite Arbeitnehmer (46,9 Prozent) arbeitet auch an Wochenenden - ständig, regelmäßig oder gelegentlich. Ebenso viele arbeiten in den Abend- und Nachtstunden beziehungsweise in Wechselschichten. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Fraktion Die Linke hervor, über die der Bundestagspressedienst am Montag berichtete.
/rob/hbr
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