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IKB zieht Beschwerde gegen Sonderprüfer zurück

16:30 Uhr 10.03.2010
KARLSRUHE (dpa-AFX) - Die Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB hat ihren Widerstand gegen den bestellten Sonderprüfer aufgegeben. Sie zog eine entsprechende Beschwerde beim Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe zurück, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Die Bank reagierte damit auf eine Entscheidung des Gerichts vom 1. März, wonach die Sonderprüfung fortgesetzt werden konnte. Der BGH hatte einen Eilantrag der IKB für unzulässig erklärt, mit dem die Bank verhindern wollte, dass der bestellte Sonderprüfer tätig wird. Die Minderheitsaktionäre hielten jedoch dagegen - mit Erfolg, wie sich nun zeigte. (Az.: II ZB 1/10 - Beschluss vom 1. März 2010)

Das Düsseldorfer Institut war die erste deutsche Bank, die durch riskante Geschäfte auf dem US-Hypothekenmarkt in heftige Turbulenzen und in den Sog der Finanzmarktkrise geraten war. Mitte 2007 wurde der Fall öffentlich bekannt.

HINTERGRUND

Im März 2008 beschloss die Hauptversammlung der IKB mit den Stimmen ihrer damaligen Hauptaktionärin, der staatlichen KfW- Bankengruppe, einen Sonderprüfer zu bestellen. Harald Ring sollte mögliche Pflichtverletzungen des Vorstands und Aufsichtsrats im Vorfeld der Krise vom Juli 2007 aufklären.

Im März 2009 wurde Ring jedoch auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Bank mit den Stimmen des neuen Großaktionärs Lone Star abberufen. Der US-Finanzinvestor hatte von der KfW ein Anteilspaket von 90 Prozent und damit das Ruder bei der IKB übernommen. Seitdem beschäftigte der Streit um den Sonderprüfer die Gerichte.

Der ehemalige Chef der IKB, Stefan Ortseifen, soll sich zudem vom 16. März an als Angeklagter eines Strafprozesses vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten. Der Bankmanager ist wegen Kursmanipulation und Untreue angeklagt. Er soll die Lage der Bank noch kurz vor deren Absturz durch die US-Immobilienkrise geschönt haben./vk/DP/he

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