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'Das Verhalten der anderen Parteien dagegen ist ein Trauerspiel. Da werden die Millionen von Anlegern, die ja auch gleichzeitig Wähler sind, nicht ernst genommen', kritisiert Jackwerth. So schrieb Christian Lindner, Generalsekretär der FDP, an die SfA: '... leite ich die Unterlagen an den Finanzpolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Volker Wissing MdB, weiter. Er wird sich sicher mit Ihnen in Verbindung setzen.' Das sei aber wie das Warten auf Godot, meint Jackwerth. Nicht besser sei das Verhalten der CSU, bei der Susanne Thomas die SfA informierte: 'Gerne werden wir Ihr Schreiben Herrn Generalsekretär Alexander Dobrindt vorlegen.' Passiert sei da allerdings auch nichts. SPD und Die Linke hätten sich gar nicht gemeldet, 'die leben wohl im Elfenbeinturm.'
Auf die wesentlichen Fragen zum Vorgehen der DZ Bank hätten allerdings auch CDU und Bündnis 90/Die Grünen nicht geantwortet. Denn die SfA, in der die Interessen von mehr als 800 geschädigten DG-Fonds-Anlegern gebündelt werden, wollte wissen, wie die Parteien zu folgendem Sachverhalt stehen: In den 90er Jahren hatten sich rund 15.000 Anleger an den sogenannten DG-Fonds beteiligt, geschlossenen Immobilienfonds des genossenschaftlichen Finanzverbundes unter Führung der DG Bank (heute DZ Bank AG) sowie den Volks- und Raiffeisenbanken. Eingesammelt wurden auf diese Weise rund 1,13 Milliarden DM, etwa 578 Millionen Euro. Der Finanzverbund hat davon 133 Millionen Euro - also fast ein Viertel - für Gebühren, Provisionen und Entwicklungskosten kassiert. 'Den Anlegern dagegen droht der Totalverlust', weiß Jackwerth. Und wie Gutachter festgestellt hätten, konnten die überteuerten und mit extrem hohen Kosten belasteten Kapitalanlagen gar keinen Gewinn abwerfen, sondern waren von vornherein zum Scheitern verurteilt. 'Dennoch spielen die genossenschaftlichen Banken, allen voran die DZ Bank AG, weiter auf Zeit und warten ab, bis sämtliche Ansprüche Anfang 2012 verjährt sind', erläutert Jackwerth die aktuelle Lage und kündigt an: 'Solche Raubritterspiele auf Kosten der Privatanleger wollen wir künftig verhindern.' Jüngst forderte Jackwerth öffentlich: 'Die DZ Bank muss auf die Verjährung der Schadensersatzansprüche der Anleger verzichten!' Doch was sei passiert? 'Nichts. Die DZ Bank hört nichts, sieht nichts, sagt nichts.'
Originaltext: Schutzvereinigung für Anleger e.V. Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/102108Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_102108.rss2
Für Rückfragen: Schutzvereinigung für Anleger e. V. Angelika Jackwerth Geschäftsführung Telefon: 0421-62 06 580 Mobil: 0173-28 24 196 info@sfa-verein.de