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Im vergangenen Jahr sei die Nachfrage insgesamt stabil gewesen, teilte der Konzern mit. Die Leistung kletterte um fünf Prozent auf rund 8,5 Milliarden Euro, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um sechs Prozent auf 361 Millionen Euro zulegte. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten jeweils etwas niedrigere Werte erwartet. Der Auftragseingang sei 2011 mit knapp 7,8 Milliarden Euro nur leicht um zwei Prozent gesunken. Der Rückgang beim Auftragsbestand um acht Prozent auf gut 7,8 Milliarden Euro begründeten die Mannheimer mit der regionalen Konzentration des Baugeschäfts.
Im laufenden Jahr rechnet der Konzern durch die weitere Konzentration des Baugeschäfts und die Entkonsolidierung des Nigeria-Geschäfts mit einem Rückgang der Leistung. Das Konzernergebnis werde 2012 unterdessen 'erheblich' über dem um das Ergebnis aus nicht fortzuführenden Aktivitäten bereinigten Vorjahreswert von 220 Millionen Euro liegen. Dabei dürften steigende Margen und Veräußerungsgewinne zu einer deutlichen Erhöhung des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) führen, hieß es. Im Vorjahr lag diese Kennzahl bei 397 Millionen Euro.
Im Industriedienstleistungsgeschäft sei nach dem kräftigen Wachstum 2011 angesichts der verhaltenen Aussichten der Prozessindustrie für 2012 nur noch von einer leichten Zunahme der Leistung bei einer Steigerung der operativen EBITA-Marge auszugehen. Getragen von einer guten internationalen Nachfrage sei bei Kraftwerksdienstleistungen bei der Leistung ein stärkeres Wachstum als 2011 und ein weiterer Anstieg der EBITA-Marge zu erwarten. Im Bau- und Gebäudeservice-Geschäft werde die Leistung wegen des vorgesehenen Verkaufs eines Mehrheitsanteils an den Engineering- und Dienstleistungsaktivitäten von Bilfinger Berger Nigeria unterdessen insgesamt zurückgehen. Trotz des starken Wettbewerbs dürfte sich die EBITA-Marge weiter erhöhen und das Ergebnis zulegen.
Im Ingenieurbau sei wegen staatlicher Sparmaßnahmen mit einem Rückgang der Nachfrage zu rechnen. Unabhängig davon werde die Leistung nach dem Ende eines Großprojekts zurückgehen und die seit längerem geplante Größenordnung erreichen, hieß es. Die verbesserte Risikostruktur und die zunehmende Fokussierung auf margenstärkere Bereiche ermögliche aber einen weiteren Anstieg der EBITA-Marge. Bei Betreiberprojekten werde sich das EBITA nach dem Verkauf von Projekten an einen Fonds verdoppeln.
Auch die Mittelfristziele bis 2016 bekräftigte der Konzern. Demnach soll die Leistung bis 2016 um bis zu 50 Prozent steigen und sich das Konzernergebnis verdoppeln. Der Konzern setze dabei auf internes und externes Wachstum. Bei den Prognosen für das laufende Jahr seien Zukäufe nicht berücksichtigt. Bis ins Jahr 2016 sollen deutlich mehr als eine Milliarde Euro für den Zukauf von Unternehmen, insbesondere zum Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts, investiert werden, hieß es. Die Kasse ist prall gefüllt: Zum Jahresende lag der Bestand an Liquiden Mitteln bei 847 (Vorjahr: 537) Millionen Euro. Mit einer Reihe von Zukäufen hatten die Mannheimer im vergangenen Jahr bereits das Angebotsspektrum und die regionale Präsenz in allen drei Dienstleistungsbereichen ergänzt.
Der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch wird die vorläufige Bilanz am Mittag bei einer Telefonkonferenz erläutern. Er hatte nach einer Einarbeitungszeit am 1. Juli 2011 das Ruder von seinem langjährigen Vorgänger Herbert Bodner übernommen. Neben einer stärkeren Vernetzung setzt Koch auf einen kräftigen Ausbau der Dienstleistungen. Bodner hatte den Konzern mit inzwischen mehr als 59.000 Mitarbeitern in den vergangenen Jahren bereits verstärkt auf Dienstleistungen getrimmt./jha/stb/tw
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| BILFINGER Aktie | DE0005909006 | 64,28 € | 0,61% | |
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