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ROUNDUP/IG Metall erklärt Verhandlungen bei Neue Halberg Guss für gescheitert

16:55 Uhr 13.06.2018

LEIPZIG (dpa-AFX) - Die Sozialtarifverhandlungen bei der Gießerei Neue Halberg Guss (NHG) sind am Mittwoch von der IG Metall für gescheitert erklärt worden. Sie leite nun in Leipzig und Saarbrücken die Urabstimmung ein, teilte die Gewerkschaft mit. Wenn sich mindestens 75 Prozent der in der IG Metall organisierten Beschäftigten für einen Arbeitskampf aussprächen, könne es zu Streiks kommen.

Laut Gewerkschaft laufen bereits die Abstimmungen. Kurz zuvor hatte die Geschäftsführung der NHG die Verhandlungen noch als "konstruktiv" bezeichnet. Das Unternehmen müsse sich "jetzt als zuverlässiger Partner seiner Kunden" bewähren.

Erst am Montag war es im Leipziger Werk zu Warnstreiks gekommen. Die Neue Halberg Guss hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass das Werk in Leipzig Ende 2019 geschlossen werden soll. Davon sollen etwa 700 Beschäftigte betroffen sein. Die Gießerei gehört seit einigen Monaten zur Prevent-Gruppe, einem großen Zulieferer für den Autobauer VW . Beide Seiten streiten seit längerem über Preise. In Saarbrücken sollen laut IG Metall 300 der dort rund 1700 Stellen abgebaut werden.

"Wir verschärfen jetzt die Gangart", sagte Bernd Kruppa von der IG Metall Leipzig am Mittwoch. Die Gewerkschaft fordert eine Qualifizierungsgesellschaft sowie einen arbeitgeberfinanzierten Treuhandfonds, aus dem etwa Abfindungen bezahlt werden.

Am Mittwoch hatte das Arbeitsgericht Leipzig einen Antrag der NHG zurückgewiesen, einen Streik zu untersagen. Bis zum Schluss der mündlichen Verhandlung habe noch kein Streikaufruf vorgelegen, heißt es in der Begründung des Gerichts. Zudem sei ein Streik ein legitimes Arbeitskampfmittel. Der Streik wäre auch nicht unverhältnismäßig. Gegen die Entscheidung kann der Arbeitgeber noch beim sächsischen Landesarbeitsgericht Rechtsmittel einlegen./krk/DP/edh

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