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Zudem gilt laut der Notenbank im Kampf gegen sinkende Preise ein neues Inflationsziel für die weltweit drittgrößte Volkswirtschaft. Ab sofort werde die Zentralbank kurzfristig eine Teuerungsrate von 1,0 Prozent anstreben, hieß es weiter. Das neue kurzfristige Inflationsziel soll durch die Fortsetzung der extrem lockeren Geldpolitik erreicht werden, kommentierte Experte Torsten Sprengler vom Düsseldorfer Bankhaus HSBC Trinkaus. Mittel- bis langfristig verfolge die Zentralbank aber weiterhin das bisherige Inflationsziel von 2,0 Prozent oder niedriger.
EXPERTEN: WEITERE MASSNAHMEN ZU ERWARTEN
Ein Blick auf die jüngsten Preisdaten verdeutliche den Handlungsbedarf der BoJ, hieß es in einem Kommentar der Commerzbank. Im Großraum Tokio lag die Teuerungsrate im Januar bei minus 0,3 Prozent. Die jüngsten Maßnahmen der Zentralbank mit weiteren Käufen von Wertpapieren und einem Inflationsziel von 1,0 Prozent werten die Experten der Commerzbank als 'klares Signal', dass mit weiteren expansiven Maßnahmen der BoJ zu rechnen sei.
Die BoJ hielt zudem an ihrer faktischen Nullzinspolitik fest. Die Zentralbank setzte den Leitzins weiterhin auf Null bis 0,1 Prozent fest. Die neun Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der Notenbank hätten die Entscheidungen einstimmig gefällt, hieß es weiter. Die BoJ erklärte die beschlossenen Maßnahmen mit der 'hohen Unsicherheit' mit Blick auf die japanische Exportwirtschaft. Zudem nannten die Währungshüter weitere Abwärtsrisiken für die japanische Wirtschaft, unter anderem die Folgen der Euro-Schuldenkrise und den starken Yen-Kurs.
Am Vortag hatte die Regierung in Tokio gemeldet, dass die japanische Wirtschaft im Schlussquartal 2011 geschrumpft sein. Die jüngsten Daten aus Japan seien 'überaus ernüchternd ausgefallen', schrieb Experte Sprengler. Mit ihren jüngsten Maßnahmen versuche die japanische Notenbank, den Spielraum für geldpolitische Eingriffe auszuschöpfen./jkr/jsl/tw