CLEVER HANDELN
Richten Sie Börsennews.de als Startseite ein
Hier klicken

ROUNDUP/Neuer Citigroup-Chef greift durch: 11.000 Jobs weg

16:24 Uhr 05.12.2012
NEW YORK (dpa-AFX) - Die Luft für Banker wird dünner: Die Citigroup ( CITIGROUP Aktie) streicht im Rahmen eines groß angelegten Umbaus 11.000 Stellen. Das soll die Kosten senken und die Bank im rauen wirtschaftlichen Umfeld wettbewerbsfähiger machen. Betroffen sind vor allem Mitarbeiter im Privatkundengeschäft, aber auch zahlreiche Investmentbanker. Dutzende Filialen rund um den Globus fallen weg. Das Privatkundengeschäft in Pakistan, Rumänien, der Türkei, Paraguay und Uruguay soll entweder verkauft oder deutlich zurückgefahren werden.

'Diese Aktionen sind die logischen nächsten Schritte beim Wandel der Citigroup', sagte der neue Konzernchef Michael Corbat am Mittwoch in New York. Die Bank mit ihren zuletzt 262.000 Mitarbeitern gehört zu den Verlierern der Finanzkrise und hatte bereits große Teile ihres Geschäfts abgestoßen, um wieder auf die Beine zu kommen. Dennoch hinkt sie in Sachen Gewinn ihren großen Rivalen wie JPMorgan ( JPMORGAN CHASE Aktie) Chase oder Wells Fargo ( WELLS FARGO Aktie) hinterher.

EINSPARUNGEN UND BELASTUNGEN

Die Stellenstreichungen werden das Wall-Street-Haus im vierten Quartal etwa 1 Milliarde US-Dollar (760 Mio Euro) vor Steuern kosten; weitere 100 Millionen Dollar fallen in der ersten Hälfte des kommenden Jahres an. Dem stehen erwartete Einsparungen von 900 Millionen Dollar im kommenden Jahr und mehr als 1,1 Milliarden Dollar in den Folgejahren gegenüber. Die Börsianer freute die Aussicht: Die Aktie stieg im frühen New Yorker Handel um 4 Prozent.

Bereits der heimische Rivale Bank of America ( BANK OF AMERICA Aktie) hatte den Abbau von 30.000 Jobs angekündigt und will dadurch Milliarden einsparen. Auch andere Institute reduzieren ihr Personal, weil das Geschäft in der Schuldenkrise lahmt und zudem strengere gesetzliche Auflagen den geschäftlichen Spielraum der Banken einschränken. Sie müssen mehr Kapital für Notfälle vorhalten und ihre früher so einträglichen Spekulationen zurückfahren.

CHEFWECHSEL

Bei der Citigroup kommen die Einschnitte zwei Monate nach dem Ausscheiden des langjährigen Chefs Vikram Pandit. Er hatte die Bank nach der Finanzkrise stabilisiert, musste aber mit ansehen, wie die Rivalen davonzogen. Kritiker werfen ihm vor, nicht stark genug auf die Kosten geachtet zu haben. Sein Nachfolger Michael Corbat ist ein Veteran in der Bank und sorgte unter anderem dafür, dass die Citigroup ihre Problemsparten nach der Finanzkrise loswurde. Er hatte schon zu seinem Amtsantritt 'einige Veränderungen' angekündigt.

Die Citigroup hat 200 Millionen Kunden in mehr als 160 Ländern. Von den zuletzt rund 4.070 Filialen im Privatkundengeschäft sollen nach dem Umbau noch gut 4.000 übrig bleiben. Geschlossen werden Standorte in den USA, Brasilien, Südkorea, Hongkong und auch Ungarn. Vor einem Jahr waren es noch annähernd 4.200 Filialen./das/DP/jha

Wertpapiere ISIN Letzter Kurs Performance
BLUELINEA Aktie FR0011041011 7,81 € -0,51%
ZAZA ENERGY Aktie US98919T4076 2,95 $ -1,01%
Jetzt mitmachen: Aktuelle börsennews.de Umfrage
Zumindest die Wirtschaftsweisen sehen in der Bundesregierung die primären Schuldigen für die prognostiziert maue Konjunktur der kommenden Monate. Die Volksvertreter verweisen hingegen auf die schwierigen außenwirtschaftlichen Entwicklungen. Ihre Meinung ist gefragt - trägt alleine die Bundesregierung die Schuld am reduzierten Wachstum oder geht man zu hart mit ihr ins Gericht?
Der "Märkte am Mittag"-Newsletter
  • Täglich aktuelle Topnews
  • Die wichtigsten Aktien im Überblick
  • Exklusive Hintergrundanalysen
 
News-Diskussion (0 Beiträge)
Bitte ignorieren! Wenn Sie diese Felder sehen, füllen Sie diese bitte NICHT aus!
Nachricht
Sie müssen eingeloggt sein, um an dieser Diskussion teilzunehmen.
  • Keine Beiträge vorhanden!