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ROUNDUP: Schuldenkrise und Flutkatastrophe lassen Japans Wirtschaft schrumpfen

09:28 Uhr 13.02.2012
TOKIO/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die europäische Schuldenkrise und die Flutkatastrophe in Thailand haben die japanische Wirtschaft zum Jahresende hin stark belastet. Nach einem kräftigen Wachstum im dritten Quartal schrumpfte die Wirtschaftsleistung der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft von Oktober bis Dezember im Quartalsvergleich um 0,6 Prozent. Auf das Jahr hochgerechnet ergibt sich ein Minus von 2,3 Prozent.

Allerdings wurden zugleich die Zahlen für das dritte Quartal besser als bislang ausgewiesen. Nach korrigierten Daten ergibt sich von Juli bis September nun ein Quartalswachstum um 1,7 (bisher 1,4) Prozent. Annualisiert liegt die Rate nunmehr bei 7,0 (5,6) Prozent.

Im Schlussquartal 2011, das zugleich das dritte Quartal des laufenden Fiskaljahres (bis 31. März) darstellt, lastete vor allem der Außenhandel auf der Wirtschaftsleistung. So sanken die Exporte zum Vorquartal deutlich um 3,1 Prozent, während die Importe um 1,0 Prozent zulegten. Bankvolkswirte nannten vor allem die schwache Weltkonjunktur und die Schuldenkrise im Euroraum als Grund für die schwachen Ausfuhren. Demgegenüber legten der private Konsum und die Investitionen der Unternehmen zu. Die Zuwächse reichten aber nicht aus, um den schwachen Außenhandel auszugleichen.

Trotz des schwachen Schlussquartals geben sich Experten perspektivisch zuversichtlich. 'Nach unserer Auffassung dürfte die japanische Wirtschaft bereits im ersten Halbjahr 2012 deutlich wachsen', schreibt Commerzbank-Experte Marco Wagner in einer Kurzstudie. So dürften die Lieferketten nach Thailand, das im Oktober von einer schweren Flut heimgesucht wurde, bald wieder hergestellt sein. Zudem sieht Wagner eine stabile Inlandsnachfrage, nicht zuletzt aufgrund der anhaltenden Wiederaufbauarbeiten nach der Tsunami-Katastrophe im März 2011. Auch dürfte sich die globale Konjunktur wieder etwas erholen und damit die japanischen Ausfuhren stützen./bgf/jkr

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