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Studie: Piraterie verursacht mehr als 5 Milliarden Euro Schäden

19:35 Uhr 08.02.2012
NEW YORK (dpa-AFX) - Durch die Piraterie vor der ostafrikanischen Küste entstehen einer Studie zufolge jedes Jahr Schäden in Höhe von rund sieben Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro). Vier Fünftel davon müsste die Schifffahrtsbranche begleichen, der Rest kommt aus Steuergeldern, wie es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Stiftung 'One Earth Future' heißt.

Für das vergangene Jahr errechneten die Experten einen Verlust zwischen 6,6 und 6,9 Milliarden Dollar. Der weitaus höchste Anteil von rund 2,7 Milliarden Dollar entfalle auf zusätzliche Treibstoffkosten, weil die Schiffe schneller fahren würden. Die Umwege, die wegen der Piraten eingelegt werden müssten, kosteten etwa 580 Millionen Dollar.

Die Marineeinsätze hätten 1,3 Milliarden verschlungen und noch einmal 1,1 Milliarden Dollar seien für Sicherheitsausrüstung und Wachmannschaften ausgegeben worden. Als Versicherungskosten berechneten die Forscher 635 Millionen Dollar, also knapp ein Zehntel des Gesamtvolumens.

Nur schätzen konnten die Experten die Summe, die Regierungen, Redereien und Versicherungen als Lösegelder zahlen. Der Bericht geht von 160 Millionen Dollar aus. Pro Fall seien das im Durchschnitt fünf Millionen Dollar - eine Million mehr als 2010. Der Bericht sieht das aber als positives Zeichen: Weil die Entführungen schwerer geworden seien, würden die Verbrecher, wenn es dann doch geklappt hat, auch mehr Geld fordern./tn/DP/he

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