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WOCHENAUSBLICK: Lösung im US-Haushaltsstreit könnte Dax auf neue Höhen treiben

05:50 Uhr 10.12.2012
FRANKFURT (dpa-AFX) - Fortschritte bei der Lösung im US-Haushaltsstreit könnten den Dax     in der neuen Woche auf einen weiteren Höchststand seit Mitte 2011 treiben. Ein Sprung über die Marke von 7.600 Punkten dürfte dann noch vor Weihnachten gelingen. Zuletzt hatte der deutsche Leitindex diese Hürde - allerdings nur kurzzeitig - Anfang Mai 2011 überwunden. Darüber hinaus wird wenig Spannendes erwartet. Unternehmensseitig gibt es kaum Nachrichten. Bewegung könnte es im Wochenverlauf allenfalls noch durch einige Konjunkturdaten geben. Zudem könnte der Handel 'etwas austrocknen, da viele große Investoren Mitte Dezember ihre Bücher schließen', sagt Händler Thorsten Engelmann von der Equinet Bank.

'Getreu dem Motto 'ohne Moos nix los' werden die USA klar im Vordergrund stehen', sagt Händler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade, und auch Engelmann meint, die Umschiffung der fiskalischen Klippe sei entscheidend dafür, ob der Dax seine beeindruckende Jahresendrally fortsetzen könne. Anlagestratege Christian Jasperneite von M.M. Warburg gibt sich optimistisch: 'Die Amerikaner sind zu pragmatisch, die werden die fiskalische Klippe rechtzeitig umschiffen, und dann wird es weiter nach oben gehen an den Aktienmärkten.'

Vorsichtig dagegen sind die Kollegen von der Landesbank Berlin. Sie verweisen auf den aktuellen Stillstand, weshalb der vorherrschende Glaube an eine Lösung in letzter Sekunde bröckeln und die positive Marktstimmung massiv belasten könnte. Zudem stünden die Kursgewinne der letzten Wochen und Monate trotz der zahlreichen positiven charttechnischen Anzeichen nicht auf einem soliden Fundament, schreiben sie. Die weiter ungelöste Euro-Schuldenkrise und andere Risikofaktoren würden von der Liquiditätsschwemme der Notenbanken nur übertüncht.

Konjunkturseitig stehen neben dem deutschen ZEW-Wirtschaftsbarometer am Dienstag und Aussagen von Notenbankchef Ben Bernanke zur US-Leitzinsentscheidung am Mittwoch vor allem am Donnerstag und Freitag wichtige Daten aus den USA an. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Erzeugerpreise und Einzelhandelsumsätze sowie Daten zur Industrieproduktion rücken dann in den Blick. 'Wichtig wäre, wenn sich wieder eine Stabilisierung herauskristallisieren würde', sagte Chefstratege Jasperneite. 'Damit wäre dann klar, dass die jüngsten Verschlechterungen dem Wirbelsturm Sandy geschuldet waren, und das würde für Erleichterung sorgen.' Die jüngsten Daten für den November belegen derweil, dass in den USA im November deutlich mehr Arbeitsplätze als erwartet geschaffen worden sind.

Seitens der Unternehmen rückt am Dienstag der ThyssenKrupp-Konzern ( THYSSENKRUPP Aktie) erneut in den Blick, der erst einen Tag vor Nikolaus die Hälfte seiner Top-Manager abserviert hatte. Deutschlands größter Stahlhersteller wird seine Geschäftsjahreszahlen vorlegen. Eine kurzfristige Überraschung beim Verkaufsprozess der Tochter Steel Americas wird nicht erwartet. Die Zahlen sollten laut Equinet-Analyst Stefan Freudenreich aber die durch Abschreibungen geminderte Bewertung der Sparte sichtbar machen und so die mit dem Verkauf verbundene Unsicherheit herausnehmen. Am Donnerstag wird zudem Europas größte Kupferhütte Aurubis ( AURUBIS Aktie) ihre Bilanz für 2011/12 vorlegen./ck/gl/rum/he

--- Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX ---

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