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Deutsche Industrie: 'Gefahr eines sehr harten Brexits bleibt hoch'

15:21 Uhr 10.11.2017

BERLIN (dpa-AFX) - Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hält angesichts der schleppenden Verhandlungen die Gefahr eines "sehr harten Brexits" weiterhin für hoch. Das sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Der BDI und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sind Teilnehmer eines Treffens der britischen Premierministerin Theresa May mit Wirtschafts-Spitzenverbänden am kommenden Montag in London.

Die Gespräche über den EU-Austritt Großbritanniens am 29. März 2019 laufen seit fast fünf Monaten. An diesem Freitag wollen der EU-Unterhändler Michel Barnier und sein britischer Kollege David Davis eine Zwischenbilanz vorlegen.

Lang sagte, der BDI wünsche sich mehr Klarheit über die britischen Vorstellungen für die kommenden Jahre über 2019 hinaus. "Es ist wichtig zu wissen, welche Optionen für London in Frage kommen. Die deutsche Wirtschaft braucht dringend Rechtssicherheit über den Status unserer Mitarbeiter im Vereinigten Königreich." Es sei bedauerlich, dass es noch keinen ausreichenden Fortschritt in den Verhandlungen gebe. "Wir haben schon jetzt zu viel Zeit verloren." Klar sei aber auch: "Ohne konkrete Aussagen zu den finanziellen Verpflichtungen werden wir nicht vorankommen." Die Unternehmen bereiteten sich auf alle Szenarien vor./hoe/DP/stb

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