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Weltspartag - ein Tag zum Nachdenken

08:55 Uhr 28.10.2011, Johannes Scherer
Johannes Scherer
Johannes
Scherer

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

heute ist zum 86. Mal Weltspartag. Im Oktober 1924 wurde auf dem ersten Internationalen Sparkassenkongress in Mailand beschlossen, künftig einmal im Jahr weltweit auf die Bedeutung des Sparens für die Volkswirtschaft und jeden Einzelnen hinzuweisen. Als die Sparkassen-Banker damals diesen "Gedenktag" einführten, hatten die Deutschen gerade das Spitzenjahr der Hyperinflation hinter sich, in der die Preise binnen Wochenfrist um 300% stiegen. Sparen machte seinerzeit also keinen Sinn, denn bereits auf dem Weg zur Bank löste sich der gesamte Wochenlohn in Luft auf.

Angesichts der aktuellen Schuldenkrise in Europa dürfte es auch der morgige Weltspartag schwer haben "auf die Bedeutung des Sparens" hinzuweisen, wie es die Gründerväter einst beabsichtigten. Zumindest die Staaten halten sich seit Längerem nicht mehr an diese Tugend - im Gegenteil zu den Deutschen.

Laut Sparkassenverband stieg die Sparquote hierzulande im vergangenen Jahr um 0,3% auf 11,4%, liegt damit aber immer noch unter dem Wert Anfang der 90er-Jahre. Allerdings haben sich die Ziele des Sparens verändert. Galt früher stets eine Top-Rendite als erstrebenswert, zeigt eine repräsentative Umfrage des forsa-Instituts einen erstaunlichen Sinneswandel unter den deutschen Sparern. Während noch 32% eine möglichst hohe Rendite als oberstes Sparziel nannten, gaben immerhin 62% der Befragten an, ihnen sei der Werterhalt am wichtigsten. Werterhalt heißt jedoch nichts anderes als zumindest Inflationsausgleich. Doch das könnte angesichts steigender Preise immer schwieriger werden - zumindest mit des Deutschen liebstem Sparvehikel: den Lebensversicherungen. Aber auch Festgeld & Co. haben schlechte Karten, denn aktuell beträgt die jährliche Teuerungsrate in Deutschland bereits 2,6%, das höchste Niveau seit drei Jahren.

Der Weltspartag ist daher ein guter Anlass, über das Sparverhalten nachzudenken und darüber, wer von Inflation profitiert. Sicher nicht die Festgeldsparer, aber dafür die Unternehmen. Sie geben steigende Kosten über höhere Preise an den Verbraucher weiter, um ihre Gewinnmargen stabil zu halten. Das macht sich in anziehenden Aktienkursen bemerkbar. Dazu ein Beispiel:

Wer vor zehn Jahren 10.000 Euro zu 2% im Jahr anlegte, hat heute - unter Berücksichtigung der jährlichen Inflationsraten - gerade einmal 9960 Euro auf dem Sparkonto. Dagegen konnten Trendfolger, die gemäß den Kaufsignalen der 200-Tage-Linie mit 10.000 Euro nur auf steigende Dax-Kurse setzten, den Wert ihrer Anlage auf 22.400 Euro erhöhen. Denken Sie einmal darüber nach.

Handeln Sie erfolgreich!
Ihr

Johannes Scherer


P.S.: Johannes Scherer ist Trendbrief-Chefredakteur und unterstützt Sie täglich mit konkreten Empfehlungen zu den lukrativsten Trends in Aktien, Indizes, Devisen, Zinsen sowie Rohstoffen. Der Trendbrief erscheint mittlerweile im 24. Jahrgang und ist heute der maßgebliche Börsenbrief für Trends & Tradings. Profitieren Sie jetzt 14 Tage von allen Empfehlungen völlig kostenlos!

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