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Anleihen: Mehr Rendite, mehr Sicherheit

09:12 Uhr 20.11.2015
Anleihen

von Oskar Herbert

Düsseldorf, 19.11.2015: Jetzt wird es kritisch. Versicherungen dürften künftig nicht mehr davon ausgehen, dass Staatsanleihen risikofreie Anlagen sind. Das kann massive Änderungen für Anleger und für Finanzminister nach sich ziehen.

Staatsanleihen unsicher

Die absehbare Änderung der Anlagevorschrift für Versicherungen kommt zur Unzeit: Die aktuellen Herausforderungen bei der Bekämpfung des Terrors und bei der Bewältigung der Flüchtlingsströme bedeuten: Die Staaten müssen mehr ausgeben und mehr Schulden machen, um die Ausgaben finanzieren zu können. Entsprechend müssen die Staaten mehr Anleihen ausgeben. Sie müssen mehr Interessenten finden, die bereit sind, diese Anleihen zu kaufen -   trotz der minimalen Zinsen, die derzeit nur für Staatsanleihen geboten werden.

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Geld aus dem Nichts

Die Europäische Zentralbank EZB hat bereits signalisiert, sie sei bei Bedarf bereit, für mehr als 60 Mrd. Euro pro Monat Staatsanleihen und ähnliche Anleihen anzukaufen. Das Geld dafür nimmt die EZB quasi aus dem Nichts. Versicherungen haben bislang immer den Großteil der Gelder, die sie für ihre Kunden ansammeln, in Staatsanleihen angelegt. Voraussetzung war, die Zustimmung der staatlichen Versicherungsaufsicht zu der Annahme, Staatsanleihen seien sichere Anleihen. Nun verabschiedet sich die staatliche europäische Versicherungsaufsicht von dieser Annahme.

Kurse sind gestiegen

Die weitreichende Bedeutung dieser Verabschiedung ist wahrscheinlich noch nicht überall durchgedrungen. Oder die Versicherungsaufseher werden im letzten Moment noch zurückgepfiffen von ihrer staatlichen Oberaufsicht. Es steht zu befürchten, dass die für Staatsfinanzierung und für Versicherungsaufsicht verantwortlichen Finanzminister, die Aufseher anweisen, Abschied vom propagierten Abschied zu nehmen. Das oberste Ziel, nämlich den Staat mit all seinen normalen Aufgaben und neuen Herausforderungen funktionsfähig zu halten; dieses Ziel werden die Finanzminister immer höher einstufen als die abstrakte Angst eines - wenn auch staatlichen - Versicherungsaufsehers vor einem etwaigen Ausfall eines Schuldners wie Bundesrepublik, Frankreich oder z.B. Spanien. Das Negativbeispiel Griechenland wird gerade vor dem Ausfall gerettet. Der zwischenzeitliche Schulden- und Zinsschnitt, zu dem die privaten Griechenland-Gläubiger "freiwillig veranlasst" wurden, ist bereits weitgehend in Vergessenheit geraten. Man wird sehen, wer in dieser Sache die Oberhand behalten wird. Die Anleihekurse sind jüngst wieder gestiegen. Die Renditen sind gefallen. Versicherungskunden müssen im Vergleich zu den ursprünglich hochgerechneten Erwartungen massive Abstriche an den Kapitalsummen hinnehmen, die ihnen für fällige Lebens-Policen ausgezahlt werden.

 

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