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Banker und Politiker machen gemeinsame Sache

10:27 Uhr 07.06.2012
Artikelbild-Anleihen

von Oskar Herbert

Banker und Politiker machen gemeinsame Sache gegen Kunden und Bürger

Es ist auch nach allem, was unverantwortliche Geschäftspraktiken von Bankern den Bürgern inzwischen angetan haben, nicht mehr nachvollziehbar, warum jede noch so wackelige mittelgroße spanische Bank unbedingt vor der Insolvenz gerettet werden muss. Diese Institute sind nicht etwa wegen Verlusten mit griechischen oder sonstigen Schuldenländer-Anleihen in Schwierigkeiten geraten. Sie haben vielmehr unkontrolliert Kredite, v.a. für die südspanische Immobilienwirtschaft gegeben. Dort wurde massiv am Bedarf vorbeigebaut. Diese spanischen, Sparkassen-ähnlichen Banken sind für das europäische Finanzhaus nicht systemrelevant. Es ist nun an der Zeit, unter Beweis zu stellen, dass solche Institute in einem geregelten Verfahren abgewickelt werden können.

Dass offenbar dennoch alles unternommen wird, um auch diese Institute mit allen staatlichen Mitteln durchzubringen, nährt den Verdacht, die Banker würden nun für ihre bedingungslose, Jahrzehnte lange Finanzierung der schon viel früher überbordenden Staatsschulden mit bedingungslosen Stützungsmaßnahmen abgegolten. Es hat - möglicherweise stillschweigend - ein Junktim zwischen Schulden-machenden Politikern und sämtlichen Schulden-finanzierenden Banker gegeben. Diese Treue wird nun in umgekehrter Richtung eingefordert und offenbar auch eingebracht.

Versicherer verweigern Verantwortung für ihre Kunden

Finanzwirtschaftlich betrachtet hätten Banker, treuhändische Investmentfonds-Verwalter und andere Geldanleger schon vor Jahren in einen massiven Finanzierungsstreik treten müssen, um endlich das damals schon unverantwortliche, ununterbrochene staatliche Schuldenmachen zu unterbinden. Sparkassen können freilich nicht streiken. Sie gehören faktisch der Öffentlichen Hand, sprich den Schulden-machenden Kommunen. Die anderen Banker sitzen gern am (Geburtstags)-Tisch mit der Regierung und vertrauen auf eine - wie auch immer geartete - unendliche Machbarkeit der Finanzen.

Die Versicherer als größte Kapitalanleger sind als Interessenvertreter ihrer Millionen Kunden völlig sprachlos. Sie geben sich offenbar willenlos dem Geschehen hin, weil sie - bislang noch nicht - befürchten müssen, von ihren Kunden für ihre Fehlleistungen in Anspruch genommen zu werden.

Lesen Sie weiter, welches Desaster mit Lebensversicherungen erwartet wird.

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