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BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft im Interview zum Strompreis und der Energiewende

14:55 Uhr 17.11.2017
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Die BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH ist seit nunmehr vier Jahren als Energieversorger in Deutschland tätig - und das sehr erfolgreich. Grund genug für börsennews.de sich mit dem Geschäftsführer der BEV Energie, kurz BEV, Uwe Kollmar zu unterhalten. Schwerpunkte des Gesprächs sind unter anderem der  Strommarkt in Deutschland, die Energiewende sowie BEV Energie-Erfahrungen von Verbrauchern.  Auch das Thema Elektroautos sparen wir nicht aus, müssten doch die Stromanbieter zu den großen Profiteuren der eMobility gehören.

 

Börsennews.de: Wie steht es um Deutschlands Strommarkt und was hat der Verbraucher in Zukunft zu erwarten?

 

Uwe Kollmar, Geschäftsführer BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH, kurz BEV Energie: Die Umsetzung der Energiewende ist weiterhin der bestimmende Faktor für den Energiemarkt in Deutschland. Die Energiewende führt zu einem Rückgang von konventionell erzeugtem Strom zugunsten von Strom aus Erneuerbaren Energien, kurz EE. (1) Darauf weist auch die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen in ihrem Monitoring-Bericht 2016 hin.

 

Zudem macht der Bericht deutlich, wie überaus vital der Wettbewerb unter den Lieferanten für Elektrizität oder Gas im bundesweiten Vertrieb mittlerweile ist. So steht im Monitoring-Bericht 2016, dass sich seit 2010 kontinuierlich mehr Anbieter bei der Behörde als Lieferanten nach § 5 EnWG gemeldet haben. Zum 30. Juni 2016 verzeichnete die Bundesnetzagentur demnach 794 Unternehmen als Lieferanten für Elektrizität oder Gas oder für beide Energieträger. 2010 waren es nur 232 Anbieter. (2)

 

börsennews.de: Welche Bedeutung spielt eigentlich Deutschland im europäischen Stromhandel?

 

Uwe Kollmar, BEV Energie: Auch hier verweise ich wieder auf den Monitoring-Bericht 2016 der Bundesnetzagentur. Die Regulierungsbehörde schreibt darin, dass allein das Jahr 2015 durch neue Höchststände im Stromexport von Deutschland ins europäische Ausland gekennzeichnet gewesen war. Das bedeutet, dass sich Deutschland als zentrale Drehscheibe des europäischen Stromhandels weiter zum wichtigen Akteur im zentralen Verbundsystem entwickelt hat.

 

Börsennews.de: Wie dürfen wir uns im Wettbewerb die BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH vorstellen?

 

Uwe Kollmar, BEV: Die BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft, kurz BEV oder BEV Energie, ist ein Energieversorger, der vor einigen Jahren im Rahmen der Liberalisierung des Energiemarktes neu in diesen Markt eingetreten ist. Die Wettbewerbsvorteile liegen in unserer hohen Prozesseffizienz, welche durch innovative IT-Systeme unterstützt wird. All das hat dazu geführt, dass wir mittlerweile sehr konkurrenzfähig sind und den Kunden hervorragende Strom- und Gastarife anbieten können.

 

Börsennews.de: Im Internet liest man in den einschlägigen Foren zu Energieversorgern, auch zur Bayerischen Energieversorgungsgesellschaft, immer wieder kritische Verbrauchermeinungen. Woran liegt das, wo doch der Markt so stark reguliert ist und es sogar eine Schlichtungsstelle in Gestalt des Verbraucherservice Energie bei der Bundesnetzagentur gibt?

 

Uwe Kollmar, BEV: Der Verbraucherservice Energie verzeichnete im Jahr 2016 zu allen Strom- und Gasanbietern in Deutschland rund 15.000 Anfragen und Beschwerden. Im Jahresbericht lautet es dazu, ich zitiere: "Inhaltlich betrafen die Anfragen verschiedenste Themen aus dem Gas- und Strombereich. Hierbei waren folgende Themenschwerpunkte festzustellen: Abrechnung, z.B. Rechnung nicht korrekt, Zählerstände nicht in Ordnung, Abschlagszahlung, Abschlagshöhe, Rechnung nicht erhalten, Lieferantenwechsel und An-/Abmeldung, vertragliche Streitigkeiten, wie zum Beispiel Vertragslaufzeit, Bonus, Kündigung, Guthaben." (3)

 

Fakt ist: Bestehen kann auch im Energiemarkt nur, wer dauerhaft guten Service liefert und Kundenreklamationen, die in allen Branchen vorkommen, ernst nimmt. Die Servicequalität der BEV wird laufend überprüft und optimiert. Exzellenter Kundenservice steht im Mittelpunkt unserer Unternehmensphilosophie. Uns ist es besonders wichtig, dass die Kundenerfahrungen mit der BEV Energie gut und nachhaltig sind.

 

börsennews.de: Wenn es zu Reklamationen kommt, was stört Kunden am meisten wenn sie ihre Erfahrungen mit der BEV Energie schildern?

 

Uwe Kollmar, BEV: Immer wieder findet man gegenüber nahezu allen Anbietern, auch gegenüber der Bayerischen Energieversorgung, die Behauptung, es sei angeblich kein Bonus ausbezahlt worden. Unserer Erfahrung nach sind es meist Missverständnisse über die Höhe oder den Zeitpunkt der Auszahlung. Richtig ist aber: In jedem Fall zahlen wir fällige  natürlich aus. Eine Ausnahme ist, wenn der Kunde seine ausstehende Rechnung nicht bezahlt hat, dann wird der Bonus verrechnet. Oft denken Kunden auch, dass die Frist für die Fälligkeit des Bonus ab der Bestellung beginnt. Doch richtig ist, dass sich die Frist auf den Strom-Belieferungsbeginn bezieht.

 

Börsennews.de: Was ist Ihre Prognose, müssen wir mit weiter steigenden Strompreisen rechnen?

 

Uwe Kollmar, BEV: Auch hier bietet sich ein Zitat aus dem Monitoring Bericht 2016 der Bundesnetzagentur an. Dort steht: Die Strompreise für Haushaltskunden zum 1. April 2016 sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Gegenüber dem Jahr 2015 mit Stichtag 1. April 2016 ist der Durchschnittspreis für Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch von 2.500 bis 5.000 kWh um zwei Prozent auf 29,80 ct/kWh (inkl. USt) gestiegen. (2f)

 

Dabei beträgt die Belastung durch Steuern, Abgaben, Netzentgelte und Umlagen in Deutschland rund 75 Prozent des Gesamtpreises. Im europäischen Vergleich zahlten laut Eurostat deutsche Haushaltskunden weiterhin die zweithöchsten Strompreise in Europa. Dabei liege die Belastung allein mit Steuern, Abgaben und Umlagen in Deutschland bei über 50 Prozent, während diese im europäischen Durchschnitt mit rund 33 Prozent deutlich geringer ausfielen. (2f)

 

Haushaltskunden in der Grundversorgung mussten beispielsweise nach Angaben der Bundesnetzagentur bei einem Jahresverbrauch von 2.500 bis 5.000 kWh alleine an Netzentgelten (3) im Schnitt 6,71 ct/kWh berappen. Gewerbekunden mit einem Jahresverbrauch von 50 MWh mussten im Schnitt 5,85 ct/kWh bezahlen. Und Industriekunden mit einem Jahresverbrauch von 24 GWh mussten ohne Reduktion nach § 19 Abs. 2 StromNEV im Schnitt 2,06 ct/kWh überweisen.

 

Von einem durchschnittlichen Strompreisanstieg zumindest für Haushaltskunden spricht auch der BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. und rechnet vor, dass der Kilowattstundenpreis von 2015 zu 2016 leicht auf 28,80 ct/kWh gestiegen sei.

 

Nimmt man all diese Daten als Grundlage, muss man mit einem weiteren Anstieg der Strompreise rechnen.

 

Börsennews.de: Kein Energieversorger kommt heute mehr um Preisvergleichsportale wie Verivox, Check24 oder billiger.de vorbei, wenn es um Preis- und Produktvergleiche geht, wozu auch Strom oder Gas gehören. Wie ist Ihre Zusammenarbeit mit diesen so wichtigen Plattformen?

 

Uwe Kollmar, BEV: Die Preis- und Produktvergleichsportale leisten einen wichtigen Beitrag zum Wettbewerb und zur Liberalisierung des Strommarktes. Die Vergleichsportale sind für alle Verbraucher die entscheidende Plattform für den Anbieterwechsel des Energieversorgers. Entsprechend ist es für Energieversorger wichtig, dass sie sich dort mit guten Produkten präsentieren können. Von guten Produkten profitieren letztlich alle am Markt Beteiligten, zuvorderst die Kunden.

 

Börsennews.de: Bestimmte Portale wie ReclaBox sind ein Forum für Verbraucher die dort negative Kritik an Dienstleistern aus verschiedensten Branchen äußern möchten. Auch die BEV wird hier erwähnt.

 

Uwe Kollmar, BEV: Verbraucherportale sind zweifelsohne im Netz sehr wichtig. Sie helfen Unternehmen, mögliche Schwachstellen im Service zu erkennen. Allerdings spiegeln solche Portale leider nicht immer das ganze Spektrum der Meinung zu Unternehmen wider. Grund: Es schreiben häufig natürlich primär die Leute, die glauben, dass etwas nicht passt. Positive Kritik ist da eher nicht erwünscht. Das finden wir sehr bedauerlich.

 

So beschwerte sich beispielsweise bei uns ein Kunde, ein fünffacher Familienvater, darüber, dass er auf einem Verbraucherportal positive Kundenerfahrungen zur BEV hätte schreiben wollen,  sein Kommentar jedoch dort nicht veröffentlicht worden sei. Das hat den Kunden sehr verärgert.

Kundenfeedback ist natürlich für jede Firma immer elementar. Wenn es zu Fragen und Anmerkungen auf solchen Verbraucherportalen kommt, reagieren wir immer sofort und lösen diese Fälle gemeinsam mit den Kunden.

 

Das tun wir auch deshalb, weil wir wissen, dass in jeder Branche Unternehmen nur von zufriedenen Kunden leben können. Das gilt auch für die Bayerische Energieversorgung, also die BEV. Es macht wirtschaftlich deshalb überhaupt keinen Sinn, Kunden durch mangelnden Service zu verprellen. Dieses Credo ist, wie gesagt, überall in der Wirtschaft maßgebend. Als BEV führen wir laufend Kundenzufriedenheitsanalysen durch und haben auf neutralen Plattformen überdurchschnittlich viele positive Bewertungsraten erhalten.

 

Börsennews.de: Beim Blick auf die klassischen Stromwechselportale fällt auf, dass die BEV eine Weiterempfehlungsrate von 87% bis 97% von Kunden erhalten hat. Was sind denn die Hauptprobleme von Kunden, welche die Bayerische Energieversorgungsgesellschaft öffentlich kritisieren?

 

Uwe Kollmar, BEV: Die meisten dieser Kundenbeschwerden drehen sich nach Analysen eines unabhängigen Social-Media-Auswertungstools bei der BEV Energie um zu spät ausgezahlte Boni oder fehlende Jahresendabrechnungen.

 

Die Ursache für diese Kundenbeschwerden sind aber häufig auch Missverständnisse. Zum Beispiel hängt die Auszahlung des Bonus von  der Erstellung der Jahresendabrechnung ab. Das heißt konkret, ohne eine Jahresendabrechnung kann kein Bonus ausbezahlt werden, da sich der Bonus aus der Abrechnung ermittelt. Um die Jahresendabrechnung für Energie zu erstellen, benötigt die BEV, wie jeder Energieversorger in Deutschland, die abrechnungsrelevanten Informationen. Diese werden von den Netz- und Messstellenbetreibern in von uns nicht beeinflussbaren Fristen zur Verfügung gestellt.

 

Leider dauern diese operativen Vorgänge eben ihre Zeit, zum Teil mehrere Wochen. Dies ist Kunden oft nicht bekannt und bewusst. Das kann dann zu Ärger, Missverständnissen und wütenden Foreneinträgen führen. Neben den Boni sorgten vor einigen Jahren zudem Pakettarife im Strombereich für Missmut. Die gibt es bei der BEV gar nicht mehr und sie sind im Markt generell kaum noch im Vertrieb.

 

Börsennews.de: Es gibt Kundenbeschwerden im Internet, wonach die von Energieversorgern genannten kWh-Mengen angeblich nicht mit den tatsächlichen übereinstimmen würden. Deshalb sei die Preiserhöhung angeblich nicht gerechtfertigt. Wie stehen Sie dazu?

 

Uwe Kollmar, BEV: Solche Kritik gibt es. Das stimmt. In der Regel werden hier aber Begriffe durcheinandergebracht. Zum einen bezieht sich eine Preiserhöhung auf die Veränderung des Tarifs. Häufig wird dies jedoch verwechselt mit der Anpassung  der Abschlagszahlung. Jeder Fall muss deshalb individuell geprüft werden. Grundsätzlich gibt der Kunde bei einer Bestellung seine jährlichen Strom-Verbrauchswerte an. Diese Werte sind natürlich letztlich Prognosewerte, die auf den bisherigen historischen Verbrauchswerten basieren. Die konkreten Verbrauchswerte werden aber immer erst mit Ende der Abrechnungsperiode beim Messstellen- und Netzbetreiber festgestellt.

 

Leider kommt es aber regelmäßig vor, dass die vom Kunden bei der Bestellung angegebenen Verbrauchswerte nicht mit den von den Messstellen- und Netzbetreibern ermittelten und uns dann zur Verfügung gestellten Werten übereinstimmen. Wenn es hier zu Abweichungen kommt, informieren wir in einem Brief den Kunden über diesen Sachverhalt und teilen ihm mit, dass es zu einer Anpassung der Abschlagszahlung auf den abweichenden Verbrauchswert kommt. Eigentlich ein ganz normaler Vorgang, der aber eben doch immer wieder für Irritationen sorgt.

 

Selbstverständlich hat der Kunde bei uns aber jederzeit die Möglichkeit, uns Informationen und Belege zu liefern, mit denen er seinen von den Messstellen- und Netzbetreibern abweichenden Stromverbrauch belegen kann. Das kann beispielsweise die aktuelle Jahresverbrauchs-Abrechnung vom bisherigen Lieferanten sein oder ein Foto vom Stromzähler. Wir gehen dann für den Kunden in die Abstimmung mit dem zuständigen Messstellen- und Netzbetreiber und versuchen eine Anpassung der Verbrauchsmenge zu erzielen. Dies gelingt uns in den allermeisten Fällen.

 

Wir selbst haben als Energieversorgungsunternehmen, das abgekürzt auch als EVU bezeichnet wird (3), keine Möglichkeit, die Verbrauchswerte abzulesen.

 

Börsennews.de: Die Verbraucherzentralen wollten immer eine Liberalisierung des Strommarktes. Jetzt ist er da, doch noch immer gibt es hier und da Kritik.

 

Uwe Kollmar, BEV: Es ist sehr wichtig, dass die Verbraucherzentralen und Verbraucherschützer einen starken Fokus auf den Energiemarkt werfen. Wir alle wollen einen funktionierenden und für alle bezahlbaren Energiemarkt haben. Transparenz ist dafür entscheidend. Nur durch Wettbewerb und Wettbewerber kann der Verbraucher an der Veränderung des Energiemarktes und der Energiewende mitwirken. Ich persönlich würde mir noch deutlich mehr Transparenz im Energiemarkt wünschen.

 

Wir erkennen nämlich aus Reaktionen und Feedbacks unserer Kunden, dass es noch nicht hinreichend genug transparent ist, wo und für was Kosten im Energiemarkt anfallen, die der Kunde letztlich bezahlen muss. Zum Beispiel ist den Kunden immer noch nicht bewusst, welche Herausforderungen und Kosten durch die Energiewende entstehen. Hier könnten Verbraucherzentralen und Verbraucherschützer einen großen Mehrwert für Kunden und Verbraucher leisten, indem auch klar gemacht wird: Die Preise für Strom entstehen nur minimal durch EVUs und werden größtenteils von anderen vorgegeben. Mangelnde Transparenz ist die Grundlage für Fehlinterpretationen, was wiederum zu Fehlinformationen führt. Das hilft keinem weiter und schadet allen.

 

börsennews.de: Sind intelligente Zähler, sogenannte Smart Meter, die Lösung zu der von Ihnen geschilderten Intransparenz auf dem Strommarkt?

 

Uwe Kollmar, BEV: Die Entwicklung hin zu Smart Metern ist sehr positiv. Damit steigt die Transparenz. Der Kunde kann sich jederzeit über seinen Energieverbrauch informieren. Hier ist die Digitalisierung ein wichtiger Treiber für die Industrie. Hohe Kosten für Verbrauchsmessungen könnten technisch reduziert werden, wenn alle an einem Strang ziehen. Deshalb ganz klar: Ja, auch Smart Meter sind ein wichtiger Bestandteil, um mehr Transparenz im Sinne der Verbraucher zu erhalten.

 

Börsennews.de: Wie sehen Sie die BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft für die Zukunft aufgestellt?

 

Uwe Kollmar, BEV: Wir sehen die BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH beziehungsweise die BEV Energie durch strategische Partnerschaften gut und stabil positioniert. Wir stellen uns dem Wettbewerb, müssen aber immer auch an uns selber arbeiten. Das Wichtigste ist, und das ist unsere Unternehmensphilosophie: Wir wollen zufriedene Kunden, die sich auf uns als Partner verlassen können. Deshalb ist uns Kundenkritik, die uns hilft, besser zu werden, überaus wichtig. Darüber hinaus lieben wir den gesamten Energiemarkt, der immer in Bewegung ist und eine große Flexibilität von uns allen erfordert.

 

Börsennews.de: Die letzte Frage betrifft Elektroautos. Glauben Sie, dass durch den Hype rund um Elektroautos und Elektroauto-Quoten, also die E-Mobilität, der Stromverbrauch in Deutschland steigen wird?

 

Uwe Kollmar, BEV: Elektroautos sind sicher im Hinblick auf den Umweltschutz und die Reduktion des enormen Straßenlärms, der von lauten Verbrennungsmotoren ausgeht, die bessere Alternative. Ich glaube nicht, dass wir selbst, wenn vielleicht mal eine Millionen Elektroautos auf unseren Straßen fahren, einen entscheidenden Anstieg des Stromverbrauchs haben werden. Die Verbraucher werden sicher auch durch effizientere Geräte und einen bewussteren Umgang mit Energie einen wichtigen Beitrag leisten.

 

Das Ziel muss immer die Reduktion des Stromverbrauchs sein und natürlich nicht der Anstieg, das befürworten wir als Energieversorgungsunternehmen, und zwar ohne Wenn und Aber. Unser Ziel als Energieversorger ist es immer, den Kunden die passenden Dienstleistungen und Produkte zur Verfügung zu stellen. Wichtig ist aber auch, dass die Industrie deutliche Fortschritte im Speichern von Strom erzielt. Das ist der ganz große nächste Schritt, den wir alle erreichen müssen.

 

Kürzlich veröffentlichte die Tageszeitung DIE WELT einen interessanten Artikel unter der Überschrift "Strompreis-Kollaps durch ?Herwart? offenbart Wahnsinn der Energiewende". In dem Text wurde dargestellt, dass der Energiemarkt und die Energiewende manchmal auch etwas Groteskes haben. Beispielsweise würden Stürme aufgrund der zahlreich aufgestellten Windräder oftmals zu einer Überproduktion an Strom führen.

 

Dies bedeute wiederum, so DIE WELT weiter, dass sich dadurch der Strompreis ins Negative drehe, also falle und falle. Nur habe der Kunde davon nichts in Form von geringeren Stromrechnungen, da dieses die Situation in Deutschland so noch nicht vorsehe. Durch Stromspeicher und die Nutzung von Überkapazitäten kann dieses Problem in Zukunft für uns alle gelöst werden. Der Energiemarkt bleibt also spannend.

 

Börsennews.de: Wir danken für das Gespräch.

 

Einzelverweise

(1) Erklärung zum Strompreis-Bestandteil "EEG-Umlage", von Wuppertaler Stadtwerke auf: YouTube vom 18. Dezember 2013. https://youtu.be/Jsryv7eTgK0

 

(2, 2f) Bundesnetzagentur, Bundeskartellamt, Monitoring-Bericht 2016, vom  30. November 2016, Seite 379 und Seite 8.

 

(3) Bundesnetzagentur, Verbraucherschutz und -Service Energie, Jahresbericht 2016, S. 31. 

 

(4) Energieversorgungsunternehmen, EVU, in: Wikipedia.

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