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Blasen, Hypes und andere Börsen-Krankheiten

15:11 Uhr 07.11.2011

Die Geschichte - das ist allseits bekannt - wiederholt sich nicht wirklich. Auch in der Finanzwelt hat die Historie keine Chance dazu. Dies gilt aber nicht für die zahlreichen Geschichten, Stories und Anekdoten, die Anleger zu reichen oder armen Menschen machen. Die hier erzählte Geschichte ist nicht wirklich neu. Denn alle Jahre wieder - das hat die Welt seit Beginn dieses Jahrtausends schmerzhaft erfahren - bilden sich Finanzmarkt-Blasen. Und zwar immer dann, wenn sich um ein spezielles Thema ein "Hype" bildet. Die, die im Interesse Ihres eigenen Bankkontos klare Ziele verfolgen, verstehen das Handwerk des Aufbauschens und der künstlichen Stimulation und Kreation von Hypes und Blasen meisterhaft. Sie nutzen bei diesem Vorgehen alle zur Verfügung stehenden Kanäle. Manchmal gehen sie dabei auch nicht gerade mit ethischen und fairen Mitteln vor.

Banken und Medien haben einen erheblichen Anteil am Entstehen und Platzen von Blasen. Auch am Markt für die Metalle der seltenen Erden (REE) und der Technologiemetalle kam es in den vergangenen Jahren erwartungsgemäß zu einer solchen Blase. Banken und Finanzdienstleister machten hier Stimmung und zeigten lebhafte Aktivitäten auf einem Gebiet, das ihnen bisher weitgehend fremd geblieben war und im Detail noch immer fremd geblieben ist. Sicher ist: der Markt für Technologiemetalle war heiß gelaufen. Da zeitweise nicht nur langfristig orientiertes Kapital, sondern vor allem auch spekulatives kurzfristiges Geld - zum Beispiel über die Kreation von Index- und strukturierten Produkten - in dieses Segment geflossen war, bildete sich eine Blase. Die Preise der Seltenen Erden haben sich inzwischen zum Teil mehr als halbiert. Das Gleiche gilt für die Aktienkurse der in diesem Bereich aktiven Unternehmen.

Eines scheint heute sicher: Noch immer scheint der REE-Markt zahlreiche Elemente eines Hypes, einer Blase aufzuweisen. Langfristig erlebt dieser Markt allerdings einen Superzyklus, der noch eine weite Wegstrecke von bis zu zwei Dekaden zurückzulegen hat. Trotzdem eilt es mit neuen Investments nicht.

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