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Crowdfunding auch für Hightech-Unternehmen? Nanotech-Startup Particular finanziert sich erfolgreich über Crowdfunding

21:57 Uhr 05.12.2011
Particular
Jochen Steffens

Erst vor kurzem starteten in Deutschland die ersten Crowdfunding-Plattformen, die es Privatinvestoren ermöglichen direkt in innovative Startups zu investieren. Das Grundprinzip ist dabei relativ einfach: Ein Startup kann sich und das Gründerteam auf einer Internet-Plattform einem größeren Investorenpublikum vorstellen und von diesem Kapital einsammeln. Die Investoren erhalten im Gegenzug einen Anteil an dem Startup - meist in Form einer stillen Beteiligung. Filipe da Costa, Geschäftsführer der Innovestment GmbH: "Bei uns profitieren die Investoren sowohl von jährlichen Gewinnen eines Startups als auch von einem möglicherweise später folgenden Unternehmensverkauf. Wir haben damit eine eigenkapitalähnliche Partizipation abgebildet, können administrative Hürden, wie eine notarielle Beurkundung aber umgehen."

Nachdem Crowdfunding anfänglich eher internetbasierte Startups anzog, wird es nun erstmals auch für Finanzierung von Industriegründungen genutzt. Die Particular GmbH aus Hannover, die mit einem Laserverfahren Nanopartikel produziert, ist das erste deutsche Hightech-Startup, das auf Crowdfunding zur Finanzierung setzt. Auf der Crowdfunding-Plattform Innovestment sucht Particular in einer Anteilsauktion nach Beteiligungskapital. "Wir haben uns ganz bewusst für diesen innovativen Finanzierungskanal entschieden" sagt Dr.-Ing. Niko Bärsch, Geschäftsführer der Particular GmbH, und ergänzt: "Unser Kapitalbedarf passt nicht in das Profil der meisten Wagniskapitalgeber. Außerdem kann man unser Geschäftsmodell auch der breiten Masse ohne Detailkenntnisse der Nanotechnologie gut verständlich machen." Die Gründer des Startups, das schon mehrfach bei Businessplan-Wettbewerben ausgezeichnet wurde und z.B. 2009 den bundesweiten "Businessplan-Wettbewerb Medizinwirtschaft" von Startbahn MedEcon Ruhr gewann, haben ein neuartiges Laserabtragsverfahren zur Herstellung von Nanopartikeln in Flüssigkeiten entwickelt. "Die Vorteile unseres Verfahrens liegen in der hohen Reinheit, der hohen Oberflächenaktivität und der Vielfalt unserer Materialien. Damit machen wir bestehende Nanotechnologien effizienter und sogar neue Nano-Anwendungen möglich. Die Absatzmärkte unserer Materialien beinhalten die Biotechnologie, Medizintechnik sowie Energie- und Katalysentechnik und sind damit sehr vielfältig."

Über Innovestment sollen nun bis zu 100.000 € für Investitionen in Marketing- und Personalmaßnahmen eingeworben werden. Die Auktion auf der Plattform ist am 20. November gestartet und schon nach fünf Tagen wurde der Mindestkapitalbedarf erreicht. Mittlerweile sind bereits 100.000 € erreicht, allerdings entscheidet bei Innovestment ein Auktionsmechanismus über die erfolgreichen Gebote. Das junge Startup aus Köln sammelt dabei die maximalen Zahlungsbereitschaften der Bieter einer Auktion und ermittelt somit einen Marktpreis. Mussten anfänglich für einen 0,125%-Anteil an Particular noch 1.000 € geboten werden, so ist das Mindestgebot jetzt auf über 1.200 € gestiegen. "Die Bewertung von sehr jungen Unternehmen ist selbst für Finanzfachleute schwierig und selten mit belastbaren Daten zu untermauern. Daher ermitteln wir den Wert eines Startups, indem wir die Zahlungsbereitschaften unserer Investoren zusammenführen", erklärt Dr. Alexander Rajko, Experte für Auktionsmechanismen und Mitgründer von Innovestment, die Logik des Modells. Er ergänzt: "Interessierte Investoren können noch bis zum 25. Dezember im Rahmen der Particular-Auktion mitbieten. Unsere Plattform steht jedem offen und wir freuen uns über jede neue Registrierung."

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