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Europaweit 700.000 unbesetzte Stellen in der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche

13:58 Uhr 11.04.2013
boersennews

Europaweit 700.000 unbesetzte Stellen in der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche

 

Laut der Europäischen Kommission herrscht in einer Reihe von EU Staaten weiterhin ein chronischer Mangel an Fachkräften in der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche. Rund 700.000 Stellen sind derzeit nicht besetzt.

Man könnte meinen, dass die zunehmende Anzahl unbesetzter Stellen aufgrund der hohen Arbeitslosenquoten in einigen Teilen Europas und vor allem die steigende Rate arbeitsloser Jugendlicher einen Anreiz bietet, sich in der Informations- und Kommunikationstechnologie auf Jobsuche zu begeben. Die Anzahl der Universitätsabsolventen, die sich für ein Studium im Fachbereich Informations- und Kommunikationstechnologie entscheiden (z.B. Programmierer, Tester, usw.), ist jedoch seit einiger Zeit rückläufig.

Das Fehlen von Informations- und Kommunikationstechnologie-Absolventen sowie schlechte Ausbildungsbedingungen in diesem Bereich führen nun zu einem ernsthaften Mangel an qualifizierten Arbeitskräften in der gesamten EU. Das Vereinigte Königreich, Deutschland und Schweden weisen die größte Anzahl an unbesetzten Computer-Jobs auf.

Mehrere Initiativen wurden ins Leben gerufen, um gegen den akuten Fachkräftemangel anzugehen und die Zahl der freien Stellen zu reduzieren und somit das Wirtschaftswachstum in den betroffenen EU-Mitgliedsstaaten zu fördern. Die bedeutendste Initiative ist die Digitale Agenda für Europa. Ihr Ziel ist es, praktikable Lösungen für die Vermittlung von Trainingsprogrammen für europäische Arbeitssuchende zu finden.

Anlässlich einer Pressekonferenz, auf der die neuesten Vorschläge für die Digitale Agenda präsentiert wurden, sagte der irische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Innovation, Richard Bruton: "Trotz der Wirtschaftskrise ist die Anzahl der Beschäftigten in der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche jährlich um 3 Prozent gestiegen. Und der Bedarf an Fachkräften in diesem Bereich wird auch weiterhin zunehmen. Aktuelle Prognosen besagen, dass bis zum Jahr 2015 EU-weit bis zu 900.000 Stellen in der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche nicht mit entsprechenden Fachkräften besetzt werden können."

"Während hochspezialisierte IKT-Stellen zweifellos ein Universitätsstudium in einem Computer-nahen Fachbereich erfordern, so kann man für viele andere IKT-Berufe die Kompetenzen potenzieller Arbeitnehmer mit einer Kombination aus intensiven Trainingsprogrammen und Praktikumsmöglichkeiten verbessern, beziehungsweise  geeignete Arbeitskräfte komplett umschulen. Dies trifft besonders auf Arbeitssuchende mit Berufserfahrung im technischen und wissenschaftlichen Bereich zu. IKT bietet somit eine Perspektive für diejenigen, die ihre Arbeit verloren haben."

Eine weitere Initiative ist der ?Europäische Monitor für Offene Stellen?. Dieser wurde von der Europäischen Kommission geschaffen, um einen umfassenden Überblick zu aktuellen Entwicklungen am europäischen Arbeitsmarkt zu geben. Der Monitor wird regelmäßig Ergebnisse zu freien Stellen und Einstellungsmustern veröffentlichen, um Trends bezüglich Stellenbesetzung und Qualifikationsanforderungen aufzuzeigen. Arbeitssuchende können sich diese Informationen zunutze machen. Sie schaffen Transparenz in Bezug auf aktuell gefragte Qualifikationen und erleichtern so die Entscheidungsfindung bei der Auswahl von IKT-Ausbildungsprogrammen.

Indem sie diese Symbiose von Ausbildungsinitiativen und Informationsvermittlung auch weiterhin fördert, hofft die Europäische Kommission die riesige Lücke an freien IKT-Stellen am Arbeitsmarkt bis 2020 soweit wie möglich zu reduzieren. Eine Reihe bedeutender internationaler Unternehmen der Technologiebranche wie beispielsweise Microsoft, Google, Cisco Systems, HP und SAP haben ihre Unterstützung zugesagt. Ihr Engagement ist bei der Umsetzung dieses Vorhabens in die Realität unabdingbar.

 

 

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