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Gold – Neue Flucht in den sicheren Hafen?

13:33 Uhr 15.06.2012
Björn Junker

Ein möglicher Austritt Griechenlands aus dem Euro, Inflationsängste, neue monetäre Lockerungsmaßnahmen der FED - es gibt einige Gründe, warum der Preis für die Feinunze Gold wieder steigen könnte. Dann sind auch Goldaktien wieder verstärkt interessant.

Schon seit einiger Zeit blicken die Börsen wie gebannt auf einen Termin am bevor stehenden Wochenende, der auf den weiteren Kursverlauf an den Märkten einen gewaltigen Einfluss haben wird: Die Wahl in Griechenland. Zwar ist Griechenland wirtschaftlich alles andere als ein "big guy", doch hier könnte die weitere Zukunft des Euros mitbestimmt werden - und spätestens damit hat die Wahl am Wochenende weltpolitischen Charakter.

Das beeinflusst aktuell zum Beispiel die japanische Notenbank. Neben Personalien wird die Wahl in Griechenland als ein Hauptfaktor dafür angesehen, dass sich die Bank of Japan zunächst gegen konjunkturstimulierende Maßnahmen entschieden hat. Doch die sind nur verschoben, nicht aufgehoben, glaubt der Markt. Im Fokus stehen dabei auch die Notenbanken in den USA und China. FED-Insider berichten, dass die obersten Währungshüter gespalten sind, was neue Maßnahmen des sogenannten "quantitative easing" angeht. Mit solchen erneuten monetären Lockerungsschritten rechnen allerdings einige Marktteilnehmer. Chinas Notenbank hat zudem die Zinsen gesenkt und dürfte weitere Schritte folgen lassen, mit denen man die Konjunktur stimulieren will, um gegen eine zu stark sinkende Wachstumsrate anzugehen.

Was hat das alles mit dem Goldpreis zu tun? Eine Menge. Zum einen ist die Politik des billigen Geldes, die FED und Co. verfolgen, eine der wichtigsten Faktoren für ein Investment in die Feinunze Gold oder andere Anlageformen des Edelmetalls. Bei Zinsen, die nach Steuern und Inflation nur Verlustinvestments ermöglichen, befinden sich Investoren zahlreich auf der Suche nach Anlagealternativen. Hinzu kommen steigende Einkommen vor allem in Nationen wie China und Indien, wo sich Nachholeffekte bei neuen Bevölkerungskreisen, die zu steigendem Einkommen und Vermögen kommen, ebenfalls positiv auf die Nachfrage nach Gold auswirken.

Der Faktor Angst ist - und da ist man wieder bei Griechenland - ein ebenfalls nicht zu unterschätzender Faktor. Gewinnen am Wochenende in dem Land die "Euro-Gegner", dürfte an den Börsen große Unsicherheit über die Zukunft der europäischen Währung entstehen. Das könnte Anleger in Richtung Gold treiben. Eine entsprechende Bewegung lässt sich bereits jetzt am Markt wahrnehmen.

Im Zusammenhang möglicher steigender Goldpreise dürfen auch Goldaktien nicht vergessen werden. Gelingt der Feinunze das Kurscomeback, so könnten die Papiere ihre schwache Performance der vergangenen Zeit wieder wettmachen. Eine Faustregel an der Börse besagt, dass Goldaktien ein Investment auf steigende Goldkurse mit einer "Hebelwirkung" ermöglichen. Meist bewegen sich die Aktienkurse von Goldunternehmen stärker als der Edelmetallpreis, da sich höhere Goldpreise stark positiv auf die Gewinne der Gesellschaften auswirken - das treibt die Aktienkurse. Im Falle einer Aufwärtsbewegung beim Goldpreis sind Goldaktien daher interessante Anlagealternativen für die Investoren, die sich nicht über physisches Gold absichern möchten.

 
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