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Novo Nordisk: Ratlosigkeit macht sich breit

15:19 Uhr 14.12.2016
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Für die Anleger von Novo Nordisk klärt sich trotz des nasskalten Dezemberwetter seit einigen Wochen die Lage wieder auf. War der Aktienkurs in den letzten Monaten von circa 52 Euro auf unter 30 abgestürzt, gab die Wahl von Donald Trump den Startschuss für eine leichte Erholungsrallye des Papiers, so konnte sogar kurzzeitig die Marke von 34 Euro wieder eingenommen werden, aktuell steht die Aktie bei 33,40 Euro. Doch was ist in den letzten Wochen denn so Erfreuliches passiert für den dänischen Insulinprimus?

Klar, schon hundertmal durchgekaut: Der Wahlsieg des Marktliberalen Donald Trump, enough said. Zum anderen mag auch der Wechsel an der Spitze des Unternehmens eine Rolle gespielt haben. Noch-CEO Sörensen führt das Unternehmen seit 16 Jahren und hatte eigentlich bis 2019 Chef bleiben wollen. Doch mit dem vorzeitigen Abtritt sendet Novo auch ein deutliches Signal des Umbruchs. Das ist auch bitter nötig, war doch das traditionelle Geschäftsmodell, der Verkauf von Insulin vor allem in den USA, in letzter Zeit erheblich unter die Räder geraten.

Womit wir auch beim dritten Punkt wären. Novo macht mehr als 80 Prozent seines Umsatzes mit Diabetes-Produkten, ist also viel stärker als seine Mitbewerber auf dieses Geschäft angewiesen. Gerade hier war man in den USA unter starken Preisdruck mit schwindenden Margen geraten. Jetzt kündige Chef Sörensen an, man wollte Preiserhöhungen in Zukunft eindämmen und stärker an die tatsächlichen Praxiserfolge der Medikamente koppeln. Ob diese Entscheidung aus einer Position der Stärke heraus gefallen ist, mag bezweifelt werden. Auch Mitbewerber wie Eli Lilly kündigten ähnliche Maßnahmen für ihre Produkte an. Bahnt sich hier also ein "Race to the Bottom" an, oder will Novo schlicht sein Markenimage als Pharmakonzern mit freundlichem Gesicht stärken? So oder so - Grund zum Jubeln ist diese Strategie nicht.

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