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Wochenrückblick: Kommt die Inflation?

14:30 Uhr 11.05.2012

von Carsten Englert

Heute in "Bild": Inflations-Alarm!

Quelle: bild online

 

Jetzt steht es auch schon in der Bildzeitung wovor führende Ökonomen und Industrie-Experten wie Hans-Olaf Henkel schon lange warnen: Die Inflation kommt.

Der Chefredakteur des "Investoren-Kompass" schreibt jede Woche mit welchen Anlagen sich Anleger vor Inflation schützen können.

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Der Euro wackelt

Die letzten Wochenenden haben sehr viel verändert in der europäischen Landschaft. Mit François Hollande hat in Frankreich ein Sozialist die Präsidentschaftswahlen gewonnen, der so gar nichts mit Merkels Sparkurs anfangen kann. Die kriselnden Länder können das schon gar nicht. Hollande möchte lieber neue Wachstumsimpulse setzen, notfalls auf Kosten neuer Schulden. Bislang hatte die Achse Paris/Berlin der Eurozone die nötige Stabilität gegeben. Nun dürfte die Achse aber eine Unwucht bekommen. Nicht nur aufgrund der unterschiedlichen politischen Ideen. Hollande dürfte noch pikiert sein aufgrund der Einmischung von Angela Merkel in den französischen Wahlkampf. Dabei wäre eine Einigkeit und Kraft symbolisierende Doppelspitze der beiden ökonomisch wichtigsten Nationen gerade jetzt so wichtig.

Die Causa Griechenland

Zeitgleich zum zweiten Wahlgang in Frankreich wurde auch in Griechenland gewählt. Manch ein Anleger hat vielleicht gedacht, das Thema Griechenland wäre mit dem Schuldenschnitt erledigt. Doch weit gefehlt. Die Wahlen haben das Land wieder in den Fokus gerückt. Die beiden großen Parteien wurden deftig abgestraft. Die Linksradikalen haben großen Zulauf bekommen. Das schlimmste daran: keine der Parteien hat genug Stimmen, um eine Regierung zu bilden. Nachdem die größte Partei Nea Demokratia und das linksradikale Parteienbündnis unter Alexis Tsirpas bereits mit dem Versuch gescheitert sind, eine Regierung zu bilden, versucht sich gerade der Sozialist Evangelos Venizelos mit der Regierungsbildung. Politische Lähmung kann Griechenland mitten in seiner größten Krise nicht gebrauchen. Doch selbst wenn eine Regierung gefunden wird. Neueste Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung mittlerweile auf Tsirpas Seite ist. Und der will keine Schulden zurückzahlen und nicht sparen. Experten haben ausgerechnet, dass das Haushaltsdefizit in Griechenland ohne die neuesten verordneten Einsparungen von 7,3 auf 8,4 Prozent steigen könnte. Zudem schrumpft die Wirtschaft weiter in hohem Tempo. In diesem Jahr soll es nochmals um 4,7 Prozent sinken. Eines ist klar: ohne weitere harte Sparanstrengungen ist das Land bald insolvent. Zudem werden die Stimmen immer lauter, auch aus Griechenland, die einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone fordern.

Die Causa Spanien

Spanien ist zwar politisch stabil. Doch in Spanien sind es die Banken, die das Land destabilisieren. Erst vor kurzem hat die spanische Regierung die viertgrößte Bank des Landes "Bankia" quasi über Nacht notverstaatlicht, um einen Bankenrun zu verhindern. Die spanischen Banken sitzen auf gigantischen Mengen fauler Immobilienkrediten, nachdem die Immobilienblase in dem Land geplatzt ist. Dabei ist der spanische Staat selber klamm. Das Haushaltsdefizit soll in diesem Jahr bei 5,3 Prozent liegen. Gleichzeitig schrumpft die Wirtschaft. Bei einer Arbeitslosenquote von mittlerweile gut 25 (!) Prozent und einer noch viel schockierenden Jugendarbeitslosigkeit von mehr als 50 (!) Prozent sind die Hoffnungen auch sehr gering, dass Spanien aus diesem Teufelskreis heraus kommt. Die steigenden Zinsen für Staatsanleihen gießen dabei nochmal zusätzlich Öl ins spanische Feuer.

Soziale Spannungen als Ergebnis

Griechenland hat in den vergangenen Monaten schon mal den Blick in die Glaskugel geboten. Wenn die Menschen kaputtgespart werden, in Armut abdriften und jegliche Perspektive verlieren, dann kracht es. In Athen starben sogar Menschen. Autos und Gebäude brannten, es kam zu Schlachten. Eine politische Folge ist der sozialen Spannungen wird wohl leider auch der Zulauf für die extremistischen Parteien sein. In Griechenland ist es ja schon zu beobachten: Bei Neuwahlen dürften die Linksradikalen klar die Mehrheit gewinnen. Auch in anderen Ländern werden radikale Kräfte von beiden Seiten des Ufers stärker. Da in der Eurozone mittlerweile neun von 17 Ländern in einer Rezession feststecken, steht zu befürchten, das sich dieser Virus ausbreiten wird.

Es wird zu Ende gehen

Während der eine Teil Europas immer ärmer wird und im Chaos versinkt, wird Deutschland immer reicher. Das dürfte die innereuropäischen Spannungen zusätzlich verstärken. Kommt es in Griechenland tatsächlich zur Neuwahl und vor allem zu dem kolportierten Wahlsieg der Linksradikalen, wird das der Katalysator sein, der Europa zerbrechen lässt. Denn dann wird auch Spanien wackeln. Der enorme Spardruck wird auch in diesem Land dann den radikalen Kräften Zulauf bieten. Es werden weitere Austritte folgen und am Ende wird entweder eine Resteurozone mit den gesunden Staaten stehen oder aber eine Rückkehr zur Nationalstaaterei mit allen nationalen Währungen. Die Börsen dürften darauf mit heftigster Volatilität reagieren. Großen Einbrüchen werden immer wieder starke  Erholungsrallyes folgen. Ein vermintes Börsenumfeld also. Der Börsenbrief "Der Investoren-Kompass" kann dabei ihr Kompass durch das Minenfeld sein. Wir sagen Ihnen, wie sie sich richtig auf das Ende der Eurozone einstellen können und verhindern, dass auch Ihr Vermögen einbricht!

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