CLEVER HANDELN
Richten Sie Börsennews.de als Startseite ein
Hier klicken

Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt nicht weiter

12:26 Uhr 07.07.2016
Arbeitsmarktmesse
Eine Arbeitsmarktmesse für Flüchtlinge in Rostock: Die vielen Migranten in Deutschland beeinflussen die Arbeitsmarktstatistik. Foto: Bernd Wüstneck

Berlin (dpa) - Die Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt nach einer OECD-Prognose nach mehreren Jahren bald nicht mehr weiter ab. Der wesentliche Grund sei der Eintritt der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt. Damit deckt sich die Einschätzung der OECD-Experten mit Prognosen deutscher Arbeitsmarktforscher.

Der kontinuierliche Rückgang der Arbeitslosenquote werde mit einer Stabilisierung in der zweiten Jahreshälfte und dann weiter im folgenden Jahr vorläufig zu Ende kommen, so der am Donnerstag veröffentlichte OECD-Beschäftigungsausblick.

Zwar würden die Flüchtlinge erst langsam auf dem Arbeitsmarkt sichtbar. Aber dann wären viele von ihnen voraussichtlich zunächst arbeitslos. Es komme zentral auf Sprachförderung, die Ausbildung und die Anerkennung von bestehenden Qualifikationen an.

Insgesamt werde die Beschäftigungsquote fast zehn Jahre nach Ausbruch der globalen Finanzkrise im OECD-Raum wieder auf das Niveau vor der Krise zurückkehren.

In Deutschland gibt es weniger Jugendliche, die weder in Beschäftigung, Bildung noch in Ausbildung sind, als in anderen OECD-Staaten. Der Anteil solcher junger Menschen zwischen 15 bis 29 Jahren sank zuletzt auf deutlich unter 5 Prozent, im OECD-Schnitt liegt er bei 5,3 Prozent.

Die seit 2009 positive Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt habe sich zuletzt fortgesetzt. Die Beschäftigungsquote für die 15- bis 74-Jährigen werde im Laufe des Jahres 2016 voraussichtlich 65 Prozent überschreiten - der OECD-Durchschnitt liegt bei 60,5 Prozent. Die Arbeitslosigkeit ist mit 4,3 Prozent so niedrig wie seit 25 Jahren nicht mehr.

Der Anteil der Beschäftigten, die seit mindestens einem Jahr ohne Job sind, sei in den letzten acht Jahren beständig gefallen. Er liegt bei 1,9 Prozent - OECD-Durchschnitt: 2,2 Prozent. Im Gegensatz zu vielen anderen OECD-Ländern seien die Reallöhne in Deutschland seit 2011 deutlich gewachsen.

Ländernotiz Deutschland OECD

Jetzt mitmachen: Aktuelle börsennews.de Umfrage
Die US-Notenbank hat den Leitzins diesmal noch nicht erhöht, jedoch eine baldige Anhebung angekündigt. Glauben Sie, dass dies noch in diesem Jahr geschieht?
Der "Märkte am Mittag"-Newsletter
  • Täglich aktuelle Topnews
  • Die wichtigsten Aktien im Überblick
  • Exklusive Hintergrundanalysen
 
News-Diskussion (0 Beiträge)
Bitte ignorieren! Wenn Sie diese Felder sehen, füllen Sie diese bitte NICHT aus!
Nachricht
Sie müssen eingeloggt sein, um an dieser Diskussion teilzunehmen.
  • Keine Beiträge vorhanden!