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Berichte: Deutsche Bank muss Teil des US-Geschäfts opfern

10:37 Uhr 16.10.2016
John Cryan
Deutsche-Bank-Chef John Cryan hat noch einen langen, steinigen Weg vor sich. Foto: Arne Dedert

Berlin (dpa) - Die Deutsche Bank zieht sich Presseberichten zufolge wegen der Verhandlungen über einen Milliardenvergleich in den USA aus einem Teil ihres dortigen Geschäfts zurück. Dies sei Teil der bei Vergleichsgesprächen in den Vereinigten Staaten üblichen Änderungen beim Geschäftsmodell.

Das berichtete die «Welt am Sonntag» unter Berufung auf Finanzkreise. Vor allem das hochspekulative amerikanische Investmentbanking dürfte zur Disposition stehen.

Mögliche Änderungen inklusive des Personalabbaus dürften schon bald verkündet werden. Noch sei aber unklar, wann die Einigung mit den US-Behörden steht, hieß es in dem Bericht. Die Deutsche Bank steht wegen der Verhandlungen mit US-Behörden über einen Vergleich wegen windiger Geschäfte mit Hypothekenpapieren seit Wochen unter Druck.

Zu dem Bericht der «Welt am Sonntag» wollte sich die Bank ebenso wenig äußern wie zu einem der «Süddeutschen Zeitung». Dort hieß es, ein weiterer Rückzug aus dem US-Markt sei im Gespräch. «Das ist inzwischen viel wahrscheinlicher als ein Verkauf etwa der Vermögensverwaltung», sagte ein Insider der Zeitung. Beschlossen sei aber noch nichts.

Die Deutsche Bank beschäftigt in den USA derzeit rund ein Zehntel ihrer etwas mehr als 100 000 Mitarbeiter. Konzernchef John Cryan ringt immer noch mit den Folgen der Finanzkrise und dem Umbau der Bank. Größtes und dringendstes Problem ist derzeit ein Vergleich im Hypothekenstreit. Dabei hat das US-Justizministerium in der ersten Runde 14 Milliarden Dollar verlangt.

Üblicherweise sinkt die Summe im Zuge der Verhandlungen - aber selbst wenn es erheblich weniger wird, könnte es die Rückstellungen der Bank übertreffen. Dies würde die Bank weiter schwächen und brachte zuletzt Spekulationen auch über mögliche Staatshilfen auf.

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News-Diskussion (1 Beitrag)
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  • von Hans Telmo
    Der seit rund 8 Jahren andauernde Wirtschaftskrieg zwischen den USA und den wenigen erfolgreichen Nationalstaaten auf dem europäischen Kontinent, dauert noch an. Diese offensichtliche Wirtschaftskrieg wurde von unseren "blinden" Politikern stets in Abrede gestellt.
    Aber Deutschland wird ausgenommen, wie eine Weihnachtsgans.
    Völlig ungerechtfertigte Bussen werden gesprochen, gegen die erfolgreiche Industrie und den Finanzplatz. Dass dann 100 Milliarden abfliessen in die USA, das wird Deutschlands Bevölkerung noch später merken.

    Es geht weiter, mit TISA, TTIP und CETA (was ist das alles?) wird der Kampf weitergehen, bis zum totalen Sieg. die Verhandlungen über diese Abkommen finden mit unseren obersten Politikern im Gehehimen statt, die Verträge sind sehr umfangreich, schwer verständlich, nicht zu durchblicken und in englischer Fachsprache verfasst.

    Dass die Deutsche Bank "gemolken" wird, bis der Staat (wir Bürger) sie stützen muss, das werden wir noch erleben. Anschliessend droht dann nach all den Stützungen der Staatsbankrott. Frankreich, Spanien, Portugal und Griechenland legten in den letzten 300 Jahren wohl zusammengezählt über 50 Staatsbankrotte hin, nun kommt der nächste vielleicht bald auch für Deutschland.

    Geheimnistuerei, wie bei der endlosen Erpressung und Nötigung durch die USA, nebst Ueberwachung unserer Telefone, des Internets und des Zahlungsverkehrs, darüber hat bereits John F. Kennedy gewarnt.

    Hier seine Warnung:
    https://www.youtube.com/watch?v=pCPvtQryVEI

    Damals verstand ihn niemand, heute, wo das alles "auf bestem Weg" ist und nahezu realisiert, WILL das niemand verstehen.

    Nur weiter so, es kommt alles GUT.