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Eurozone mit niedrigster Arbeitslosigkeit seit 2009

14:06 Uhr 31.01.2017
Arbeitslosigkeit
Eine Frau bittet in Athen um Almosen: Die höchste Arbeitslosenquote hat derzeit Griechenland. Foto: Maurizio Gambarini

Luxemburg (dpa) - Die Arbeitslosenquote in der Eurozone ist auf den tiefsten Stand seit über sieben Jahren gefallen. Im Dezember sei die Quote um 0,1 Prozentpunkte auf 9,6 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt Eurostat in Luxemburg mit.

Dies ist die niedrigste Arbeitslosenquote im gemeinsamen Währungsraum seit Mai 2009. Volkswirte hatten eine Quote von 9,8 Prozent erwartet.

Außerdem revidierte Eurostat die Daten für November nach unten. Die Arbeitslosenquote hatte demnach bei 9,7 Prozent gelegen und nicht wie ursprünglich gemeldet bei 9,8 Prozent.

Seit etwa drei Jahren ist der Arbeitsmarkt der Eurozone tendenziell auf dem Weg der Besserung. Zum Vergleich: In der Hochphase der Euro-Schuldenkrise 2013 hatte die Quote zeitweise Rekordwerte von knapp 12 Prozent erreicht.

Die Entspannung zeigte sich auch bei der Zahl der Arbeitslosen. Diese fiel im Dezember zum Vormonat um 121 000 auf 15,571 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Arbeitslosenzahl um 1,256 Millionen.

Nach wie vor gibt es aber enorme Unterschiede innerhalb der Eurozone: Deutschland verzeichnete im Dezember nach europäischen Standards berechnet mit 3,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote. Die höchste Quote hat derzeit Griechenland. Die aktuellsten Zahlen beziehen sich auf Oktober, als die Quote bei 23,0 Prozent lag.

Die stärksten Rückgänge bei der Arbeitslosenquote verzeichneten Spanien und Portugal. In Spanien sank die Quote von 20,7 Prozent im Vormonat auf 18,4 Prozent im Dezember, in Portugal fiel sie von 12,2 auf 10,2 Prozent.

Ein großes Problem bleibt die hohe Jugendarbeitslosigkeit, auch wenn sich die Lage ebenfalls etwas entspannte. Für Dezember meldete Eurostat eine Arbeitslosenquote unter den 15- bis 24-jährigen von 20,9 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Quote bei 21,8 Prozent gelegen.

Zudem bleibt die Entwicklung der Löhne und Gehälter in der Eurozone weiter relativ schwach. «Trotz der guten Arbeitsmarktentwicklung ist keine beschleunigte Lohndynamik festzustellen», sagte Experte Christian Lips von der Landesbank NordLB.

Mitteilung Eurostat (englisch)

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