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«Flashcrash»: Pfund stürzt in Tokio auf 31-Jahres-Tief

09:32 Uhr 07.10.2016
Pfund
Der Kurs des britischen Pfunds hatte zum Ende der Woche in Tokio einen «Flashcrash» zu verkraften. Foto: Andy Rain

Tokio (dpa) - Wie aus heiterem Himmel ist der Kurs des britischen Pfunds am Freitag in Tokio auf den tiefsten Stand seit 31 Jahren gestürzt. Hatte der Kurs zuvor bei 1,26 Dollar gelegen, notierte er am Morgen (Ortszeit) plötzlich bei 1,18 Dollar.

Genauso schnell wie sie gefallen war, erholte sich die britische Währung im Anschluss wieder. Finanzmarkt-Experten sprechen in solchen Fällen von einem «Flashcrash».

Die japanische Wirtschaftszeitung «Nikkei» zitierte einen Händler mit den Worten, da habe wohl jemand mit einem «dicken Finger» auf seiner Computertastatur versehentlich eine größere Verkaufsanweisung eingetippt als beabsichtigt. Es kursierten daneben aber auch Spekulationen, wonach Chinesen angesichts der Schwäche des Pfunds die Währung abgestoßen und dafür Dollar gekauft hätten. Andere wiederum machten für den Absturz fehlgesteuerte Computer-Algorithmen verantwortlich.

Was auch immer der Auslöser gewesen sein mag: Kauforder für das Pfund gehen angesichts der Sorge über die Auswirkungen des Brexit spürbar zurück. Insgesamt steht die britische Währung seit Beginn der Woche wegen Spekulationen über einen «harten» Brexit mit Abstrichen beim Zugang Großbritanniens zum Binnenmarkt der EU-Länder unter Druck. Diese Spekulationen wurden durch eine Rede der britischen Premierministerin Theresa May ausgelöst, in der sie einen harten Kurs bei der Einwanderungspolitik signalisierte.

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News-Diskussion (5 Beiträge)
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Nachricht
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  • von Hans Telmo
    Superleistung, die Engländer dürfen stolz sein. Die Schweiz müht sich ab, um den Franken zu drücken, kaufen 700 Mia an Devisen aber erreichen nicht viel.

    Nun wird England echt konkurrenzfähig und wir Touristen können günstig dort Ferien machen.

    Die Schweizer werden England nun beneiden.

    Die Engländer sagten überwiegend JA zum Brexit, weil sie doch noch im letzten Moment gemerkt haben, dass 68% der Gesetze aus Brüssel kommen statt 100% aus England.

    Die Deutschen sind da nicht so rasch, sie handeln erst, wenn es zu spät sein wird, aber dann ist nichts mehr zu ändern..
  • von Gast
    Die Inselaffen sind doch dem € nicht beigetreten.
  • von Hans Telmo
    Superleistung, die Engländer dürfen stolz sein. Die Schweiz müht sich ab, um den Franken zu drücken, kaufen 700 Mia an Devisen aber erreichen nicht viel.

    Nun wird England echt konkurrenzfähig und wir Touristen können günstig dort Ferien machen.

    Die Schweizer werden England nun beneiden.

    Die Engländer sagten überwiegend JA zum Brexit, weil sie doch noch im letzten Moment gemerkt haben, dass 68% der Gesetze aus Brüssel kommen statt 100% aus England.

    Die Deutschen sind da nicht so rasch, sie handeln erst, wenn es zu spät sein wird, aber dann ist nichts mehr zu ändern..
  • von Spellsurf
    Falschmeldung in deutscher Sprache! Hier gilt der Euro. Also wenn man schreibt das Pfund Sterling sei auf den tiefsten Kurs seit 30 Jahren gestürzt, so ist das falsch! Ende 2008 lag das L auf 1:1 mit dem Euro. Am Sturz Tag lag es erheblich höher auf 1.14 €!!
  • von Gast
    Das ist Marktwirtschaft.