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Montreal/New York (dpa) - Die unter Betrugsverdacht stehende US-Investmentbank Goldman Sachs richtet sich auf eine längere Auseinandersetzung mit der Börsenaufsicht ein. Der für das Tagesgeschäft zuständige Vorstand Gary Cohn sieht noch keine Anzeichen für einen Vergleich mit der SEC.
«Es gibt keine Anhaltspunkte für irgendwas zu diesem Zeitpunkt», sagte Cohn am Donnerstag vor Reportern am Rande einer Konferenz in Montreal.
Die SEC wirft dem Wall-Street-Haus vor, Anleger beim Verkauf von Hypothekenpapieren hinters Licht geführt zu haben. Sie reichte vor zwei Monaten Klage ein. Die Börsenaufsicht zählt auch die Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB zu den Opfern. In der Nacht kamen dann Medienberichte auf, nach denen die SEC ein weiteres Geschäft von Goldman Sachs unter die Lupe nimmt. «Ich habe davon in der Zeitung gelesen», sagte Cohn ohne weiter darauf einzugehen.
Zusammen mit der Klage eines australischen Hedge-Fonds, der sich ebenfalls von Goldman Sachs übervorteilt sieht und eine milliardenschwere Wiedergutmachung verlangt, entstand im Laufe des Tages eine ungesunde Nachrichtenmischung. Die Goldman-Sachs-Aktie fiel am Donnerstag um 3 Prozent auf den tiefsten Stand seit einem Jahr.
Börsianer fürchten, dass die Attacken die Geschäfte der rentabelsten aller Wall-Street-Banken in Mitleidenschaft ziehen. Vielen Anlegern käme deshalb eine schnelle Einigung mit der Börsenaufsicht recht, um Goldman Sachs aus den Schlagzeilen zu bekommen.
| Wertpapier | ISIN | Letzter Kurs | Performance | |
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| GOLDMAN SACHS Aktienkurs | US38141G1040 | 77,53 € | 0,10 % | |