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Indien beginnt radikale Bargeldreform

12:37 Uhr 09.11.2016
Bargeld
«Um uns aus dem Griff von Korruption und Schwarzgeld zu befreien, haben wir entschieden, dass die aktuellen 500- und 1000-Rupien-Noten nicht mehr gültig sind», sagte Premierminister Narendra Modi. Foto: Farooq Khan

Neu Delhi (dpa) - Die indische Regierung hat alle Bargeldnoten im Wert von mehr als 100 indischen Rupien (1,35 Euro) in der Nacht zum Mittwoch für ungültig erklärt.

«Um uns aus dem Griff von Korruption und Schwarzgeld zu befreien, haben wir entschieden, dass die aktuellen 500- und 1000-Rupien-Noten nicht mehr gültig sind», sagte Premierminister Narendra Modi. Die Entscheidung der Regierung, die als eine ihrer radikalsten seit dem Amtsantritt 2014 gilt, trat bereits um Mitternacht in Kraft.

Die alten Scheine können noch bis Ende des Jahres auf ein indisches Bankkonto eingezahlt oder gegen neue 500- und 2000-Rupien-Scheine umgetauscht werden, die die indische Notenbank ab Donnerstag schrittweise ausgeben soll. Lokale Medien zitieren Studien, nach denen illegale Schattenwirtschaft rund ein Fünftel der indischen Wirtschaftsleistung ausmacht. Demnach könnten sich in Indien zwischen 160 Milliarden und 1,6 Billionen Euro an Schwarzgeld in Umlauf befinden.

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News-Diskussion (4 Beiträge)
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Nachricht
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  • von Hans Telmo
    Durchsichtig ist nicht genug, man muss den Bürger zusätzlich berauben, sei es die Rente durch Negativzinsen oder das Ersparte mit Inflation.
    Keine Sorge, alles ist gut vorbereitet, unabwendbar, dank kooperativen Politikern. Wer sich dagegen wehrt, kommt auf die Abschussliste als Schurke in einem Schurkenstaat.
    Staatsbankrotte runden das Festessen dann noch ab.
  • von Gast
    Wieder ein Schritt -wenn auch auf einem anderen Kontinent- zum Bargeldverbot. Dann haben uns Fiskus und die Banken im Würgegriff. Gnadenlos.
    Der Bürger wird durchsichtig wie eine Glaskugel.
  • von Hans Telmo
    Es geht überhaupt nicht um die Korruption, sondern vielmehr darum, das Bargeld abzuschaffen, damit man den Bürger besser im Griff hat.
    Norwegen und Schweden sind da sehr weit, Bettler haben Kartenlesegeräte bereit.
    Deutschland ist auch bereit, so wurde die Produktion des 500-Euro Geldscheines bereits anfangs April 2016 eingestellt.

    Dass Politiker sehr OFT das Gegenteil davon versprechen, was dann gemacht wird, sollte der Deutsche Bürger kapiert haben:
    1) Einwanderer sind Flüchtlinge und werden ins Erstaufnahmeland zurückgeschickt (dann hätte Deutschland KEINE Armutseinwanderung in das starke Sozialwesen).
    2) Eine Verschuldung eines EU-Mitgliedslandes ist völlig ausgeschlossen, es gibt Verschuldungsgrenzen etc, alles quatsch, gilt heute nicht, auch dass man Bussen verteilt, wenn die Grenze nicht eingehalten wurde.
    3) Der Euro ist so stark wie die Mark. Aber der Euro ist eben bloss so stark wie die italienische Lire, so hätte man das sagen müssen.
    4) Mit mir wird es keine Maut geben (Frau Merkel und jetzt kommt sie doch.
    5) Niemand hat die Absicht, Bargeld abzuschaffen. Ja ja, niemand hatte je die Absicht eine Mauer zu errichten, damit erwischte Ulbrich die Ostdeutschen.

    Man lernt wenig aus der Geschichte, obwohl man die Möglichkeit besässe.

    Bussen zahlt man in die USA, sei es der Finanzplatz (Banken) oder die Industrie (VW etc.). Nur weiter so, das Geld ist weg, es fehlt und wir rücken damit Staatsbankrotten in Europa einen grossen Schritt näher.

    Dann wird es endlos Privatisierungen geben (Verkauf von Volksvermögen zu Schleuderpreisen) und Zwistigkeiten werden nicht mehr vor demokratisch gewählten Richtern ausgetragen, sondern vor Schiedsgerichten. Damit ist die demokratische Justiz ausgehebelt.
    Kleines Detail: Bei CETA, TTIP und TISA (der Privatisierung von Infrastruktur und Dienstleistungen) wird JEGLICHER Rückkauf durch die Oeffentliche Hand vertraglich wegbedungen.

    Geld wird im Ueberfluss gedruckt, das hat bisher immer nicht bloss in einer Inflation, sondern auch im Krieg geendet.

    Schade um Europa, das von Amerika ausgenommen wird wie eine Weihnachtsgans und gleichzeitig durch die NSA überwacht, sei es Kommunikation, Produktionsgeheimnisse, Zahlungsverkehr oder Internet. Alles wird endlos und umfassend aufgezeichnet und es stört so fast niemanden.

    Der Deutsche geht erst auf die Strasse, wenn es zu spät ist, doch dann schlägt er all das kaputt, was ihm später noch nützen würde.
    (Zitat von Carl Friedrich von Weizsäcker, 1978 aus seinem Buch "Der bedrohte Frieden".

    Leider ist Deutschland erneut Zielgebiet, denn Rammstein ist die Kommandozentrale für jegliche Drohneneinsätze.

    Gefährlich leben wir hier.
  • von gerhardranftler
    Es geht ja - Von einem Tag auf den Anderen wird es auch keine Euro mehr geben, doch die Angst bleibt, dass es auch keine Münzen mehr gibt.