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IWF zu Griechenland: Schuldenerlass unumgänglich

13:45 Uhr 25.09.2016
Griechische Flagge
Der IWF geht sowohl mit Griechenland als auch mit den Gläubigern des Landes hart ins Gericht. Foto: Arno Burgi

Athen/Washington (dpa) - Selbst wenn Griechenland alle geplanten Strukturreformen und Sparmaßnahmen umsetzt, ist ein weiterer Schuldenerlass seitens der Gläubiger aus Sicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) unumgänglich.

Dies ist das Ergebnis einer Prüfung des hoch verschuldeten Landes durch den IWF in der vergangenen Woche. Die Schulden Athens seien trotz aller bisherigen Reformen weiter gestiegen - was belege, dass die griechische Wirtschaftsleistung nicht mit den anspruchsvollen Maßnahmen in Einklang zu bringen sei, teilte der Fonds mit.

Die Ziele der Gläubiger seien unrealistisch, heißt es darin weiter. Es könne angesichts der wirtschaftlichen Situation mit einer zweistelligen Arbeitslosenquote nicht davon ausgegangen werden, dass Griechenland «einfach aus seinen Schulden herauswächst». Um wieder ein nachhaltiges Wachstum zu erlangen, seien weitere Schuldenerleichterungen notwendig.

Der IWF kritisiert schon lange, dass die internationalen Gläubiger davon ausgehen, Griechenland könne dauerhaft einen Primärüberschuss - also eine positive Haushaltsbilanz ohne Berücksichtigung von Schuldenlasten - von 3,5 Prozent erreichen.

Aber nicht nur mit den anderen Gläubigern, sondern auch mit dem Land selbst geht die Institution hart ins Gericht. Zwar habe Griechenland enorme Opfer gebracht, um so weit zu kommen, wie man jetzt sei. Dennoch seien weitere umfassende Maßnahmen - darunter erneute Rentenkürzungen sowie die Abschaffung vieler Steuererleichterungen - unumgänglich.

Mitteilung des IWF

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News-Diskussion (5 Beiträge)
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  • von bärchen
    leider hat Deutschland damals den 1. Schritt getan mit der 3% Überschreitung und das war ein Präzedenzfall ....
  • von bärchen
    Hr. Draghi darf Alles und die Kopfnicker hat er an seiner Seite. So werden EU Richtlinien umgangen , gebrochen und Gesetze ausser Tritt gesetzt. Der IWF ist schon lange aussen vor,obwohl das gar nicht sein darf !
  • von Südfriese47
    ...die Griechen können ihren Schlendrian so weiterbetreiben. Das Säbelrasseln geht ihnen am Popo vorbei. Aus politischen Gründen, es geht um den Zusammenhalt der EU mit seiner Währung, werden in hundert Jahren noch die Milliarden nach Griechenland fließen (vorausgesetzt, die EU hält auch so lange)!
  • von LochnerK
    Ja, aber Griechenland soll nicht nur an die Rentner herantreten sondern auch an diejenigen die Steuern hinterziehen. Weiter müssen die Umsatzsteuersätze entsprechend angepasst werden, und zwar dass für ganz Griechenland ein einheitlicher Steuersatz gilt, d.h. auch auf den Inseln.