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Lufthansa-Passagiere warten auf konkrete Streiktermine

10:34 Uhr 15.11.2016
Lufthansa
Nach 13 Streikwellen ist die Sachlage in dem festgefahrenen Tarifkonflikt komplizierter denn je. Foto: Frank Rumpenhorst

Frankfurt/Main (dpa) - Nach der Streikankündigung bei der Lufthansa warten die Passagiere auf eine Bekanntgabe des genauen Termins für den 14. Ausstand im laufenden Tarifkonflikt. Bisher hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) nur mitgeteilt, sie werde den Streik 24 Stunden vorher ankündigen.

Der Ausstand sei ab sofort möglich - mit Ausnahme von Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen. Auch bei der Lufthansa-Billigtochter Eurowings drohen neue Streiks, wie der Tarifexperte der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, dem «Tagesspiegel» sagte. In dieser Woche fänden allerdings noch Krisengespräche mit dem Mutterkonzern statt.

Lufthansa kritisierte, dass die Piloten nicht zu einer Schlichtung bereit seien. «Es ist absolut unverständlich, warum die VC Streiks androht, die erneut auf dem Rücken unserer Kunden ausgetragen werden, anstatt mit uns in eine Schlichtung zu gehen», sagte Personalchefin Bettina Volkens einer Mitteilung zufolge. Der Konzern sei «auch zu Verhandlungen weiterer offener Tarifverträge bereit».

Anlass für die Streikankündigung sind gescheiterte Verhandlungen zu den Gehältern der rund 5400 Kapitäne und Co-Piloten bei der Lufthansa-Kerngesellschaft, der Lufthansa Cargo und der Germanwings. Seit April 2014 hat die Gewerkschaft bereits 13 Streiks bei der Lufthansa veranstaltet. Im Sommer hatte sich das Unternehmen mit der Gewerkschaft in einer Schlichtung unter dem SPD-Politiker Matthias Platzeck erfolgreich für das Kabinenpersonal geeinigt.

«Wir gewährleisten mit unserer Professionalität sichere Flüge und tragen so zum Erfolg der Lufthansa ganz wesentlich mit bei», betonte VC-Präsident Ilja Schulz. Die Gewerkschaft fordert über einen Zeitraum von fünf Jahren jährliche Gehaltserhöhungen von 3,66 Prozent im Schnitt. Lufthansa hat nach eigenen Angaben ein Lohnplus von 2,5 Prozent bis Ende 2018 angeboten. Die VC bezeichnete das Angebot wegen der Teuerung als Nullrunde, die zu Reallohnverlusten führen würde.

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