Eine Reihe Lastwagen der Firma MAN auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover: Die deutsche Nutzfahrzeugbranche hofft, das Schlimmste hinter sich gelassen
Frankfurt/Main (dpa) - Die deutsche Nutzfahrzeugbranche steckt weiterhin in der Krise. Im Inland wurden im Januar 13 Prozent weniger Nutzfahrzeuge neu zugelassen als im Vorjahresmonat, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Montag in Frankfurt berichtete.
Immerhin habe sich der Auftragseingang zu Jahresbeginn stabilisiert und die Exporte lägen auf Vorjahresniveau. Die Produktion blieb in den deutschen Nutzfahrzeugwerken sechs Prozent hinter dem Ergebnis vom Januar 2009 zurück.
Auf dem deutschen Markt lagen die Neuzulassungen im Januar vor allem in der schweren Klasse mit minus 37 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert. «In der Krise haben zahlreiche Spediteure einen Teil ihres Fuhrparks vorübergehend stillgelegt. Damit wirkt sich eine Belebung im Transport nur verzögert auf die Nachfrage nach neuen Fahrzeugen aus», betonte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Die Transporterklasse bis sechs Tonnen lag hingegen mit einem Absatzvolumen von 12 100 Einheiten nahezu auf Vorjahresniveau (minus zwei Prozent).
Auch im Export scheinen Transporter «Made in Germany» das Schlimmste hinter sich zu haben. In diesem Bereich legten die Ausfuhren um ein Fünftel auf 9120 Einheiten zu. Hingegen lag der Export schwerer Fahrzeuge 38 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Während die Fertigung von Transportern gegenüber Januar 2009 um 14 Prozent zulegte, gab die Produktion von schweren Fahrzeugen um 36 Prozent nach.
Im Gesamtjahr 2009 war der Inlandsabsatz um 28 Prozent auf 242 200 Einheiten abgestürzt. Ins Ausland rollten sogar 57 Prozent weniger Lastwagen und Transporter. Die Herstellung von Nutzfahrzeugen war um mehr als die Hälfte gedrosselt worden.
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