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Erlangen (dpa) - Im Streit zwischen dem zurückgetretenen Vorstandschef von Solar Millennium, Utz Claassen, und seinem Ex-Arbeitgeber soll sich eine Einigung abzeichnen.
Die «Wirtschaftswoche» berichtete am Samstag vorab, beide Parteien hätten sich in außergerichtlichen Gesprächen darauf geeinigt, dass Claassen voraussichtlich fünf Millionen Euro an den Solarkraftwerksbauer zurückzahlen wird.
Der Manager hatte den Chefposten des fränkischen Unternehmens Anfang Januar übernommen und Antritts- sowie vorab gezahlte Erfolgsprämien von insgesamt neun Millionen Euro erhalten. Nach seiner überraschenden Kündigung nach nur 74 Tagen im Amt hatte der Solar Millennium-Aufsichtsrat die Prämie zurückverlangt. Classen hatte dagegen zunächst nur rund 2,5 Millionen Euro zurückzahlen wollen.
Sein Anwalt begründete den Rücktritt von dem Vorstandsamt am Samstag mit «fundamentalen Auffassungsunterschieden» in Fragen der Unternehmensführung und der Unternehmenskultur. Zu einem eventuellen Kompromiss im Streit um die Millionen-Boni wollte er sich auf Anfrage vorerst nicht äußern. Auch der Aufsichtsrat von Solar Millennium nahm laut «Wirtschaftswoche» zunächst keine Stellung zu den laufenden Verhandlungen.
| Wertpapier | ISIN | Letzter Kurs | Performance | |
|---|---|---|---|---|
| SOLAR MILLENNIUM Aktienkurs | DE0007218406 | 0,07 € | -1,49 % | |
| SOLAR Aktienkurs | DK0010274844 | 41,85 € | - | |