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Oft höhere Arbeitsbelastung durch Digitalisierung

13:26 Uhr 10.11.2016
Der DGB-Bundesvorsitzende Hoffmann (r) und der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Vassiliadis, bei der PK zum DGB-Index «Gute Arbeit 2016». Foto: Maurizio Gambarini

Berlin (dpa) - Die Digitalisierung ihrer Arbeitsplätze macht vielen Menschen das Leben schwerer. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde.

Dabei gaben 46 Prozent der Betroffenen an, dass ihre Arbeitsbelastung durch die Digitalisierung größer geworden sei. Nur 9 Prozent berichteten von einer geringeren Belastung.

«Digitalisierung macht unser Leben nicht bunter und vielfältiger», sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. «Die Art und Weise, wie Technik eingesetzt wird, scheint keinen essenziellen Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen beizutragen.» Viele Arbeitnehmer beklagen sich nach DGB-Angaben über mangelndes Mitspracherecht, wie digitale Anwendungen eingesetzt werden. «Jeder Zweite verspürt sich ohnmächtig dieser Entwicklung ausgesetzt», sagte Hoffmann. Geklagt wurde vor allem darüber, dass das Arbeitsvolumen und das «Multitasking» zugenommen hätten.

Für den sogenannten DGB-Index 2016 waren gut 9700 Beschäftige befragt worden. 60 Prozent gaben an, ihre Arbeit sei in hohem oder in sehr hohem Maße von der Digitalisierung betroffen - etwa durch elektronische Kommunikation per E-Mail und Smartphone oder durch softwaregesteuerte Arbeitsabläufe.

Fast die Hälfte dieser 60-Prozent-Gruppe sagte, dass die Arbeitsbelastung hierdurch zugenommen habe. 54 Prozent erklärten, die zu bewältigende Arbeitsmenge sei größer geworden. 56 Prozent beklagten eine Zunahme der gleichzeitig zu bewältigenden Aufgaben. 46 Prozent der Betroffenen gaben außerdem an, sie fühlten sich durch die Digitalisierung an ihrem Arbeitsplatz stärker kontrolliert.

DGB-Index Gute Arbeit

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