Opel: Manager erhalten wieder Bonus

07.02.2010, 16:02 
Opel
Die Sonne scheint auf ein Werbeschild von Opel.

Frankfurt/Main (dpa) - Die Spitzenmanager des angeschlagenen Autobauers Opel können sich wieder Hoffnung auf Bonus-Zahlungen machen. Nachdem die Sonderzahlungen vergangenes Jahr krisenbedingt ausgefallen waren, sollen dieses Jahr wieder Boni gezahlt werden.

Dies sagte Opel-Betriebsratschef Klaus Franz am Samstag der Deutschen Presse-Agentur dpa in Frankfurt und bestätigte damit einen Bericht der «Bild»-Zeitung. Auch die Zehn-Prozent-Gehaltskürzung für Spitzenverdiener unter den Angestellten aus dem Vorjahr sei ausgelaufen.

«Das kommt absolut zur Unzeit», kritisierte Franz mit Verweis auf die Forderung des Managements, dass sich die Belegschaft mit 265 Millionen Euro an der Sanierung Opels beteiligen solle. Das Top- Management müsse da «mit gutem Beispiel vorangehen.» Der US-Autobauer General Motors will bei seiner europäischen Tochter 8300 der rund 48 000 Jobs streichen. Zudem will General-Motors bei den Opel-Ländern europaweit rund 2,7 Milliarden Euro Steuergelder für die Sanierung einsammeln.

Opel-Sprecher Stefan Weinmann bestätigte der dpa am Sonntag, dass einige Führungskräfte bei Erreichen bestimmter Geschäftsziele für 2010 neben dem Fixgehalt wieder variable Bezüge bekommen sollen. Diese würden aber erst Anfang 2011 ausgezahlt. Als Boni wollte der Sprecher die Zahlungen nicht bezeichnen. Für 2008 und 2009 seien die variablen Vergütungen für mehr als 200 Führungskräfte nicht gezahlt worden, vergangenes Jahr sei deren Fixgehalt zudem um zehn Prozent gesenkt worden. Im Schnitt hätten Spitzenmanager damit auf ein Viertel ihres Gehalts verzichtet. Mit dem Auslaufen des Gehaltsabschlags solle auch verhindert werden, dass Manager von anderen Firmen abgeworben würden.

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2 Kommentare
Opel "Ganoven-Manager"
jsk0056 | (08.02.2010 um 11:44 Uhr )
Die Raubrittermethodik der Banken weitet sich immer mehr in den Führungsetagen aus. Von der Belegschaft wird Gehaltsverzicht gefordert und die Herren Manager stopfen sich die Taschen voll.
Keine müde Eurone sollte aus dem Staatssäkel gezahlt werden. Wer so die Firma in den Dreck zieht, soll den Karren selber wieder rausziehen.
Es tut einem nur leid um die ausgebeuteten Mitarbeiter.
Einfach nur pervers!
norkamp | (08.02.2010 um 12:55 Uhr )
17 % der Stellen sollen noch gestrichen werden, 2,7 Milliarden
Steuergelder werden benötigt, aber die Spitzenverdiener sollen wieder
ordentlich was drauf bekommen. Na wunderbar! Selbst wenn die
Herrschaften letztes Jahr auf etwas verzichtet haben, mußte von denen
bestimmt keiner am Hungertuch nagen. Die normalen Arbeiter werden seit
Jahren bei den Lohnerhöhungen mit maximal 3 % abgespeist, weil alles so
schlecht ist, nur bei den eh schon Besserverdienenden darf es ruhig ein
bißchen mehr sein. Wie lange, wollen wir das uns noch gefallen lassen?!
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