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Pfund-Schwäche hilft Thomas Cook in Türkei-Krise

16:48 Uhr 23.11.2016
Thomas Cook
Thomas Cook kam das britische Votum für den EU-Austritt des Landes zugute. Foto: Andy Rain

London (dpa) - Die Schwäche des britischen Pfunds hat Europas zweitgrößtem Reiseveranstalter Thomas Cook im Jahr der Türkei-Krise vor roten Zahlen bewahrt.

Der Buchungseinbruch nach dem gescheiterten Putsch-Versuch in dem Land machte dem Veranstalter mit Marken wie Neckermann Reisen und Öger Tours zu schaffen. Die eigene Fluglinie Condor rutschte gar in die roten Zahlen, wie Konzernchef Peter Fankhauser am mitteilte. Condor-Chef Ralf Teckentrup soll die Gesellschaft nun mit einem Sparprogramm und stärkerer Kooperation mit den anderen Konzernfluglinien wieder auf Gewinnkurs bringen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verdiente der Rivale des Weltmarktführers Tui unter dem Strich neun Millionen Pfund (10,6 Mio Euro) und damit nur knapp halb so viel wie ein Jahr zuvor.

Thomas Cook kam jedoch das britische Votum für den EU-Austritt des Landes zugute. Da das Pfund danach abgestürzt war, bekam der Konzern für seine etwa in Deutschland in Euro erzielten Einnahmen deutlich mehr Pfund heraus als zuvor.

Der Umsatz blieb dadurch mit 7,8 Milliarden Pfund auf dem Niveau des Vorjahres. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn sank von 310 Millionen auf 308 Millionen Pfund, lag damit aber über der Prognose des Vorstands und übertraf die Erwartungen von Analysten.

Während Thomas Cook bei den Urlaubern aus Großbritannien und Nordeuropa Rekordgewinne einfuhr, meldete das Zentraleuropa-Geschäft mit Deutschland einen Gewinnrückgang. Thomas Cook ist hierzulande vor allem mit der Marke Öger Tours stark im Türkei-Geschäft vertreten.

Die lange als Gewinnbringer gelobte Konzern-Fluglinie Condor flog im operativen Geschäft 10 Millionen Pfund Verlust ein - nach 56 Millionen Pfund Gewinn ein Jahr zuvor. Condor-Chef Teckentrup will das Flugangebot nun stärker auf Fernziele ausrichten, weitere Aufgaben mit den anderen Airlines des Konzerns bündeln und die Kosten um 25 Millionen Pfund senken. Das operative Ergebnis soll auf diese Weise bis zum Geschäftsjahr 2017/18 um 35 Millionen Pfund steigen.

Ein Stellenabbau steht laut einem Condor-Sprecher «nicht im Fokus». Es gehe um eine Steigerung der Erlöse, etwa durch lukrativere Flugstrecken und einen Ausbau des Bordverkaufs. Um mehr Langstreckenflüge anbieten zu können, wolle Condor zudem Flugzeuge mit der britischen Thomas Cook Airlines tauschen.

Mitteilung Thomas Cook (englisch)

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