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«Photokina» in schwieriger Zeit: Rückgang bei Digitalkameras

12:04 Uhr 20.09.2016
Fotomesse photokina
Die weltgrößte Fotomesse photokina mit rund 1000 Ausstellern aus 40 Ländern startet in Köln. Foto: Oliver Berg

Köln (dpa) - In wirtschaftlich schwierigem Umfeld hat die weltgrößte Fotomesse «photokina» 2016 ihre Tore geöffnet. Mit dem Wandel von digitaler zur smarter Technologie stehe man vor tiefgreifenden Veränderungen, betonte der Photoindustrie-Verband (PIV).

Bis Sonntag zeigen in Köln gut 1000 Aussteller aus 40 Ländern ihre technischen Entwicklungen. Dabei wird deutlich, dass der Fotomarkt im Umbruch steckt.

Die Digitalkameras verlieren weiter. Laut PIV-Prognose wird ihr Absatz in Deutschland 2016 um 13 Prozent auf rund 3,5 Millionen Stück zurückgehen. Der Umsatz schrumpft demnach um 10 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Besonders stark betroffen sind die Kompaktkameras, die vor wenigen Jahren noch boomten, vor allem aber im Niedrigpreissektor - parallel zum Smartphone-Siegeszug - erneut rückläufig sind.

Im Rampenlicht stehen in Köln neben den klassischen Digitalkameras daher viele neuere Gerätetypen wie Action-Cams, Fotodrohnen, Bodycams, 360-Grad-Aufnahmegeräte oder Datenbrillen. Das Thema Vernetzbarkeit und immer ausgefeiltere Videofunktionen rücken in den Fokus. Die Branche sieht auch Wachstumspotenziale in noch jungen Einsatzfeldern wie Medizintechnik, Fahrzeugbau, Sicherheit oder Gaming.

Im Trend liegen robuste Action-Cams, für die 2016 ein Absatzplus von 17 Prozent auf 670 000 Stück erwartet wird - und die bei der «photokina» einen breiten Raum einnehmen. Viel Luft nach oben wird auch für die ferngesteuerten Fotodrohnen gesehen - sogenannte Multicopter, die neue Bildperspektiven ermöglichen. Die Branche will zudem junge Leute stärker in den Blick nehmen, die bisher überwiegend mit dem Smartphone fotografieren. Vom Trend Virtuelle Realität und Datenbrillen wollen auch einige Kamerahersteller profitieren.

Die «photokina», die alle zwei Jahre stattfindet, präsentierte sich diesmal mit neuem Konzept und erweitertem Spektrum. Für die erwarteten mehr als 180 000 Besucher hat die Koelnmesse von einer zuvor stark produktorientierten Fachschau umgestellt auf ein «Multi-Media-Event».

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