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Postbank arbeitet wieder unter eigener Regie

09:02 Uhr 02.07.2016
Postbank
Der nächste Schritt der Postbank ist die eigentumsrechtliche Trennung von der Deutschen Bank. Foto: Martin Gerten

Bonn (dpa) - Die Postbank sieht sich bestens gerüstet für einen neuen Börsengang oder einen Verkauf an einen Investor. Das geplante Ziel der Eigenständigkeit habe die Bank planmäßig zur Jahresmitte unter anderem durch IT-Entflechtung erreicht, sagte ein Sprecher des Instituts der dpa.

Auch Call-Center und viele Service-Mitarbeiter, die bislang auf der Plattform des Mutterkonzerns Deutsche Bank arbeiteten, seien zur Postbank zurückgeholt worden, ohne dass sich ihre Aufgabenfelder ändern würden.

Die Zahl der Beschäftigten, die zurück in die Postbank geholt wurden, erhöhte sich entsprechend um etwa 5000 auf 19 000 Mitarbeiter. «Operativ und strukturell haben wir unsere Eigenständigkeit wieder erreicht» sagte der Sprecher. Der digitale Umbau der Bank werde weiter vorangetrieben. Dabei gehe es aber keinesfalls um Stellenabbau, sondern um Beschleunigung der internen Prozesse.

Der nächste Schritt, der auf das Bonner Unternehmen wartet, ist die eigentumsrechtliche Trennung von der Deutschen Bank. Das Frankfurter Geldhaus hatte 2010 die Mehrheit an der Postbank erworben, um neben der Investmentsparte das Privatkundengeschäft auszubauen. Doch die Rechnung ging nicht auf. Im April vergangenen Jahres beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Bank die Trennung von der Postbank.

Als bevorzugte Lösung gilt ein Börsengang des Bonner Instituts bis Ende 2017. Nicht ausgeschlossen ist bei einem entsprechenden Preis aber auch ein Verkauf an einen Investor. Genannt wurden in diesem Zusammenhang immer wieder die spanische Bank Santander und die französische BNP Paribas. Im vergangenen Jahr hatte das Bonner Institut mit 14 Millionen Kunden vor Steuern 522 Millionen Euro verdient.

Ursprünglich hatte sich die Deutsche Bank zum Ziel gesetzt, sich möglichst noch in diesem Jahr von der Postbank zu trennen. Wegen des schwierigen Börsenumfelds hatte der Dax-Konzern zuletzt aber schon den Blick auf 2017 gerichtet. Andernfalls müsste die Deutsche Bank zu große Zugeständnisse beim Preis machen und neue Wertberichtigungen vornehmen. Schon im vergangenen Jahr hatte der Konzern Milliarden auf das gesamte Privat- und Firmenkundengeschäft inklusive der Postbank abgeschrieben.

Im Artikel enthaltene Wertpapiere
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BNP PARIBAS Aktienkurs FR0000131104 45,42 € -3,27 %
DEUTSCHE BANK Aktienkurs DE0005140008 10,55 € -7,54 %
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News-Diskussion (2 Beiträge)
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Nachricht
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  • von KirstenFisciande
    Ich habe gerade einen Artikel entdeckt, Name"Schneeball" .Alles ein bisschen
    Suspekt, die letzten 10 Jahre.
    Klingt wie Pyramidensystem.
    Ich bin leider missbraucht worden, daher distanziere ich mich von Korruption des Amtsgerichts Wedding! Und verlange hiermit eine korrektur meiner Daten und die Auszahlung meiner Rente per Postzusteller.Herr Ralf Zemke(Betreuer) geniesst nicht mehr mein Vertrauen.
    kirsten.fiscian@gmail.com
  • von Schneeball
    Bei der Gelegenheit bitte gleich auch von den Postgebäuden trennen und eigene Standorte eröffnen.
    Es ist immer wieder toll, wenn Postbankkunden mit ihren Bankgeschäften die normale Paketabholung verstopfen. Vielleicht in meiner Filiale auch nur unfähig organisiert...