Richten Sie Börsennews.de als Startseite ein
Legen Sie börsennews.de ganz einfach als Startseite fest.
Aktuelle News sowie Kurse der wichtigsten Aktienindizes, Aktien, Rohstoffe
und Währungen haben Sie mit börsennews.de als Startseite stets im Blick!
Jetzt auf börsennews.de vergleichen: Onlinebroker | Fondsdepots | Börsenbriefe | Tagesgeld | Kredite | Strom
Frankfurt/Main (dpa) - Die Postbank will mit einfacheren Produkten und mehr Service neue Kunden gewinnen und nach einem guten Start 2010 die Krise hinter sich lassen. «Wir gehen von einem positiven Vorsteuerergebnis aus und dann ist es auch nach Steuern positiv.»
Das sagte Postbank-Chef Stefan Jütte am Donnerstag in Frankfurt. Die Postbank baut dabei auf solide Erträge aus ihrem Kerngeschäft mit Privatkunden. «Der Start 2010 ist gut verlaufen», sagte Jütte.
Die Belastungen aus der Finanzkrise sieht der Vorstand schwinden, die Kosten werden gedrückt - unter anderem, weil bis 2012 die Zahl der Mitarbeiter um 2000 auf 19 000 gekappt wird. Doch Jütte erwartet auch Gegenwind: «Die Umfeldbedingungen für Realwirtschaft und Kapitalmärkte bleiben fragil.» Von der Schuldenkrise Griechenlands sieht sich der Konzern trotz eines Bestandes von knapp 1,3 Milliarden Euro griechischer Staatsanleihen kaum betroffen.
Das Institut mit seinen fast 14 Millionen Kunden baut verstärkt auf «schlankere und transparentere» Produkte. Von April an soll es ein kostenloses Girokonto ab 1000 Euro Geldeingang pro Monat geben, derzeit sind 1250 Euro die Grenze. Die Zahl der Shell-Tankstellen, an denen Postbank-Kunden auch ohne Einkauf an der Kasse Geld abheben können, soll bis zur Jahresmitte von 600 auf 1300 gesteigert werden. Angebliche Falschberatung durch einzelne der 4000 Außendienstler, die für Negativschlagzeilen sorgte, will das Management abstellen.
Auftrieb erhofft sich der Bonner MDax-Konzern von der Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank. «Wir sind absolut sicher, dass wir mit der Deutschen Bank Synergien realisieren werden», sagte Jütte. Der Branchenprimus hält knapp 30 Prozent an der Deutschen Postbank AG und strebt die Mehrheit an. Die Postbank vertreibt etwa Fondsprodukte der Deutschen Bank, den Markt für Altersvorsorge beackern die beiden Institute gemeinsam. «Ich sehe perspektivisch auch Chancen durch eine Bindung im IT-Bereich», sagte Jütte.
Für das vergangene Jahr hatte die Postbank bereits in der vergangenen Woche einen Vorsteuerverlust von 398 (Vorjahr: minus 1064) Millionen Euro ausgewiesen. Nach Steuern konnte das Institut das Ergebnis durch Steuereffekte und Neubilanzierung einiger Risikovorsorgeposten aufbessern und kam auf einen Mini-Gewinn von 76 (minus 886) Millionen Euro. Die Belastungen aus der Finanzkrise wurden mit 919 (2187) Millionen Euro beziffert.
«Wir haben, rechnet man mal die Belastungen aus der Finanzkrise raus, ein sehr vorzeigbares operative Ergebnis erreicht», bilanzierte der seit Mitte 2009 amtierende Jütte, und betonte: «Wir haben keinerlei Staatshilfe in Anspruch nehmen müssen und werden dass auch weiterhin nicht tun.»
Jahresabschluss 2009: http://dpaq.de/jgcFM
| Wertpapier | ISIN | Letzter Kurs | Performance | |
|---|---|---|---|---|
| SHELL Aktienkurs | GB00B03MLX29 | 25,14 € | 0,76 % | |
| POSTBANK Aktienkurs | DE0008001009 | 29,00 € | 0,02 % | |